Die Nase - Reinigungsapparat des Körpers

Frau riecht an Blume © iStockphoto, CoffeeAndMilk

Bei dem Wort Nase denkt jeder zunächst an Riechen. Doch das ist nicht die einzige Funktion der Nase. Als Reinigungsapparat des Körpers leistet sie sehr viel mehr. Jede Zelle unseres Körpers benötigt Sauerstoff. Beim Einatmen der Luft gelangen Sauerstoffmoleküle über die oberen Atemwege - Nasenraum und Rachen - in die Luftröhre und schließlich in die Bronchien. Hier findet die eigentliche Atmung, der Gasaustausch, statt.

Erste Station: die Nase

Aufgabe der Nase ist es, die aufgenommene Atemluft zu reinigen, zu erwärmen und anzufeuchten. Etwa neun Liter Luft durchfluten pro Minute die Nase. Mit dieser Luft gelangen automatisch auch Schadstoffe, Staub, Krankheitskeime und Bakterien in den Körper. Hier tritt der Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege und insbesondere die Filterfunktion der Nase in Aktion.

Schleimhaut mit Förderbandeffekt

Die Nase verfügt, wie die übrigen Atemwege, über eine besondere Schleimhaut. In deren Oberfläche sind Flimmerzellen eingelagert. Auf diesen Zellen sitzen kleine bewegliche Fortsätze, so genannte Zilien, die aus der Schleimhaut herausragen. Die beim Einatmen in die Nase gelangten Partikel werden durch das Sekret, welches von der Schleimhaut gebildet wird, gebunden. Die auf diese Weise aufgefangenen Partikel werden dann von den Zilien in einer Wellenbewegung wie auf einem Förderband zum Rachen hin transportiert. Dort wird der Schleim entweder ausgehustet oder verschluckt und von der Magensäure vernichtet.

Vorsicht, Schnupfen

Wird dieser Selbstreinigungsmechanismus gestört, beispielsweise durch eine Austrocknung der Schleimhäute, kann der Schleim nicht mehr schnell genug abtransportiert werden. Es bildet sich ein optimaler Nährboden für Bakterien und Viren. Die Schleimhaut entzündet sich und schwillt an. Die Nase verstopft, Schnupfen entsteht. Da das Einatmen durch die Nase bei Schnupfen schwer fällt, wird die Luft durch den Mund aufgenommen. Viren und Bakterien können so direkt in Rachen und Bronchien vordringen.

Nasenschleimhaut immer feucht halten

Um den Selbstreinigungsmechanismus der Nase zu unterstützen, ist es wichtig, die Nasenschleimhaut immer feucht zu halten. Achten Sie zum Beispiel auf genügend Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Kündigt sich ein Schnupfen an, sollte man direkt zu geeigneten Maßnahmen greifen. Eine Nasenspülung oder ein Nasenspray kann hier besonders hilfreich sein. Es bewirkt nicht nur eine Befeuchtung der Nasenschleimhaut, sondern wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Funktion der Flimmerhärchen (Zilien). Die Schleimhaut schwillt ab, eine Atmung durch die Nase ist wieder möglich.

Aktualisiert: 13.09.2016 – Autor: Emser

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