Bluthochdruck – Symptome bei hohem Blutdruck

Nahezu jede dritte erwachsene Person leidet hierzulande unter einem zu hohen Blutdruck. Häufig wissen die Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung, denn der Bluthochdruck (Hypertonie) macht sich nicht durch typische Anzeichen bemerkbar. Oft zeigen sich nur unspezifische Symptome, die auch anderen Krankheiten zugeordnet werden können, wie beispielweise Schwindel oder Kopfschmerzen.

Mitunter sind die Symptome auf Gefäßveränderungen zurückzuführen, die entstehen, wenn hoher Blutdruck schon über einen längeren Zeitraum besteht. Andere Beschwerden treten vor allem in einer hypertensiven Krise auf, wenn der Blutdruck plötzlich stark ansteigt.

In dieser Fotostrecke beleuchten wir einige Anzeichen des Bluthochdrucks etwas genauer und erläutern, welche Ursachen dahinterstecken könnten. Zur Abklärung der genauen Auslöser unklarer Symptome sollte aber immer ärztlicher Rat eingeholt werden.

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Führt Bluthochdruck zu Problemen an den Augen?

Mann mit Augenproblemen als Symptom von Bluthochdruck © Getty Images/KucherAV
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Probleme mit den Augen, wie Augenflimmern oder verschwommenes Sehen, können die Folge eines schon lange andauernden hohen Blutdrucks sein. Denn die Blutgefäße, die die Netzhaut im Auge versorgen, leiden langfristig unter einer Hypertonie. Dies kann dazu führen, dass die Netzhaut nur unzureichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. Die durch Bluthochdruck verursachten Netzhauterkrankungen werden auch als hypertensive Retinopathien bezeichnet.

Achtung: Sehstörungen können auch ein Vorbote eines Schlaganfalls sein, welcher wiederum durch Bluthochdruck begünstigt wird. Daher sollten Sehstörungen bei bekanntem Bluthochdruck immer ärztlich abgeklärt werden. Treten gleichzeitig weitere Symptome, wie ein Engegefühl in der Brust, Atemnot oder Taubheitsgefühle auf, sollte dringend der Notruf verständigt werden.



Schwitzen als Anzeichen

Frau schwitzt wegen Bluthochdruck © Getty Images/Maskot
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Vermehrtes Schwitzen und Hitzewallungen können im Zusammenhang mit einem Bluthochdruck auftreten. Bei Frauen können sie aber auch Beschwerden der Wechseljahre darstellen. Es kann daher vorkommen, dass diese Symptome bei der Frau nicht richtig zugeordnet werden und eine bestehende Hypertonie übersehen wird.



Kopfschmerzen als Bluthochdruck-Symptom

Frau mit Kopfschmerzen wegen Bluthochdruck © Getty Images/Andrii Zastrozhnov
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Bei Bluthochdruck treten Kopfschmerzen vermehrt bei körperlicher Belastung oder Stress auf. Sie können auch gemeinsam mit Schwindel vorkommen. Sind sowohl die Kopfschmerzen als auch der Schwindel sehr stark und mit einem plötzlichen Anstieg des Blutdrucks oder auch Übelkeit verbunden, ist Vorsicht geboten. Es könnte sich um einen stark gestiegenen Blutdruck handeln (hypertensive Krise).

Ergibt die Messung einen ungewöhnlich hohen Blutdruck, sollte umgehend ärztlicher Rat gesucht werden, um eine weitere Entgleisung mit möglicherweise auftretenden Organschäden (hypertensiver Notfall) zu vermeiden.



Zittern und Frieren bei Bluthochdruck?

Frau zittert und friert wegen Bluthochdruck © Getty Images/AndreyPopov
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Zittern kann ein Anzeichen für eine hypertensive Krise sein. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass der Blutdruck plötzlich rasch ansteigt. Tritt ein Zittern bei bekanntem Bluthochdruck auf, sollte sofort der Blutdruck gemessen und bei hohen Werten ärztliche Hilfe gesucht werden.

Hinter einem Zittern, das mit einem Kältegefühl und Frieren verbunden ist, steckt eher ein zu niedriger als ein zu hoher Blutdruck. Von niedrigem Blutdruck (Hypotonie) spricht man, wenn der obere (systolische) Wert unter 110 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) liegt.



Erektionsstörungen als Folge von Bluthochdruck

Mann mit Erektionsstörungen durch Bluthochdruck © Getty Images/PeopleImages
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Mit länger bestehendem hohem Blutdruck gehen häufig Erektionsstörungen einher. Diese lassen sich auf eine Funktionsstörung der Blutgefäße und eine mangelhafte Durchblutung der Schwellkörper im Penis zurückführen.

Medikamente gegen Bluthochdruck haben in der Regel keinen Einfluss auf die Potenz, können jedoch möglicherweise die sexuelle Lust verringern.



Schwindel und Geräusche in den Ohren

Mann mit Ohrgeräuschen wegen Bluthochdruck © Getty Images/Nes
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Schwindel ist ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Eine davon ist ein hoher Blutdruck, der sich auf das Gleichgewichtsorgan in den Ohren auswirken kann. Neben einem Schwindelgefühl kann es auch zu Ohrensausen und einem Pfeifen im Ohr (Tinnitus) kommen.

Tritt starker Schwindel in Verbindung mit starken Kopfschmerzen, einem raschen Anstieg des Blutdrucks und gegebenenfalls Übelkeit auf, kann dies ein Anzeichen für eine hypertensive Krise sein. In diesem Fall sollte umgehend ärztlicher Rat gesucht werden.



Schlafstörungen durch nächtlichen Bluthochdruck

Frau mit Schlafstörungen durch nächtlichen Bluthochdruck © Getty Images/Nastasic
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Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten können nicht nur Symptome eines Bluthochdrucks sein, sondern auch die Ursache.

Normalerweise sinkt der Blutdruck nachts im Schlaf ab. Bleibt der Blutdruckabfall aus, kommt es zu nächtlichem Bluthochdruck, was die Schlafqualität und -dauer stark beeinträchtigen kann. Eine belastende Müdigkeit am Tag ist die Folge. Es ist daher ratsam, andauernde Schlafstörungen ärztlich abklären zu lassen.



Herzrasen durch Vorhofflimmern

Frau mit Herzrasen wegen Bluthochdruck © Getty Images/dragana991
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Langjähriger Bluthochdruck kann zu Vorhofflimmern führen, was wiederum eine Ursache für Herzrasen oder Herzstolpern sein kann. Als Herzrasen (Tachykardie) wird ein heftiges und schnelles Herzklopfen bezeichnet, das auch als Symptom vieler anderer Erkrankungen auftreten kann. Bei Unsicherheiten zur Ursache des Herzrasens oder wenn das Herzrasen häufiger vorkommt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wenn es zusätzlich zu einem Engegefühl in der Brust kommt, könnte ein Bluthochdrucknotfall vorliegen. Dann sollte umgehend der Notruf verständigt werden.



Rotes Gesicht als Symptom

Mann mit rotem Gesicht bei Bluthochdruck © Getty Images/Helen Rempel / EyeEm
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Ein rotes Gesicht kann, bei gleichzeitigem Auftreten von Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel, ein Anzeichen für eine hypertensive Krise sein. Dabei kommt es zu einer raschen Erhöhung des Blutdrucks, was einer umgehenden ärztlichen Behandlung bedarf, um Organschäden zu vermeiden.



Nasenbluten bei Bluthochdruck häufig stärker

Frau mit Nasenbluten bei Bluthochdruck © Getty Images/spukkato
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Nasenbluten bei Bluthochdruck lässt sich häufig nur schwierig stillen und kann mehr als fünf Minuten andauern. Dass Nasenbluten im Zusammenhang mit einem hohen Blutdruck steht, wurde in Studien belegt. Als Ursache wird vermutet, dass sich die empfindlichen Gefäße in der Nase durch den hohen Blutdruck verändern und leichter geschädigt werden können.



ICD-Codes für diese Krankheit:
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für Diagnosen, die Sie z.B. auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen finden.
I10.- bis I15.-

Aktualisiert: 17.10.2022
Autor*in: Dr. rer. nat. Isabel Siegel, Diplom-Biologin und Medizinautorin