Schwere Beine

Frau mit schweren Beinen in Hängematte © rawpixel

Die Beine sind schwer wie Blei, sie kribbeln, jucken und schmerzen. Wohl jeder von uns kennt das Gefühl von müden, schweren Beinen. Diese können zum einen auf stark belastete, aber gesunde Beine hindeuten, zum anderen aber auch ein Zeichen für eine Erkrankung wie etwa eine Venenschwäche sein. In Deutschland leiden etwa 22 Millionen Menschen unter einer Venenschwäche, besonders gefährdet sind Übergewichtige sowie Personen, die zu wenig trinken und sich zu wenig bewegen. Daneben können schwere Beine aber auch nach dem Joggen oder in der Schwangerschaft Probleme bereiten. Doch was hilft? Je nach Ursache sind die Behandlungsmöglichkeiten verschieden, meistens hilfreich sind jedoch das Hochlagern sowie das kalte Abduschen der Beine.

Schwere Beine durch Venenschwäche

Wer unter müden, schweren Beinen leidet, denkt nur selten daran, dass eine Venenerkrankung die Ursache sein könnte. Dabei haben in Deutschland mehrere Millionen Menschen mit kleineren oder größeren Venenproblemen zu kämpfen. Wird trotz behandlungsbedürftiger Venen kein Arzt aufgesucht, kann dies gravierende Folgen haben. Diese reichen von Krampfadern über offene Beine bis hin zu Thrombosen.

Symptome, die auf eine Venenschwäche hindeuten können, sind:

  • geschwollene Knöchel
  • Jucken und Kribbeln in den Beinen
  • stechende Schmerzen in den Beinen

Auch Besenreiser sind ein mögliches Anzeichen. Wer besonders viele Besenreiser oder sogar bereits Krampfadern hat, sollte seine Beine von einem Arzt untersuchen lassen.

Wenn die Venenklappen nicht mehr schließen

Eine Venenschwäche hat viele Ursachen, erbliche Faktoren spielen genauso eine Rolle wie zu wenig Bewegung oder ungesunde Lebensgewohnheiten. Bei einer Venenschwäche sind die Blutgefäße erweitert, was dazu führt, dass die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. In gesunden Venen verhindern sie einen Rückstrom des Blutes in die Beine.

Schließen die Venenklappen jedoch nicht mehr richtig, fließt das Blut zurück. Dadurch kann es zu einer weiteren Ausdehnung der Venen kommen. Mit der Zeit entstehen durch den erhöhten venösen Blutdruck Spalten, aus denen Flüssigkeit austreten kann, es bilden sich Ödeme. Erfolgt keine Behandlung, kann es in einem späteren Stadium zu den sogenannten offenen Beinen kommen.

Schwere Beine durch Venenschwäche: Was tun?

Sind müde, schwere Beine auf eine Venenerkrankung zurückzuführen, sollten Sie vor allem langes Stehen und Sitzen vermeiden. Stattdessen sollten Sie Ihre schmerzenden Beine so oft wie möglich hochlegen. Auch Wechselduschen können dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern.

Darüber hinaus können die Gefäße auch durch eine spezielle Venengymnastik gestärkt werden. Durch die Gymnastik bleiben die Blutgefäße elastisch und die Venenklappen schließen wieder besser. Außerdem kann durch die Venengymnastik auch der Rückfluss des Blutes zum Herzen erleichtert werden. Da die Muskeln in den Waden und Oberschenkeln während der Venengymnastik auf die Gefäße drücken, werden diese zusammengepresst und das Blut in Richtung Herz befördert.

Schweren Beinen vorbeugen

Wenn Sie besonders viele Besenreiser oder sogar Krampfadern haben, sollten Sie sich auf jeden Fall in ärztliche Behandlung begeben. Ihr Arzt kann Ihnen zur Vorbeugung von schweren Beinen außerdem Kompressionsstrümpfe verschreiben. Diese unterstützen die Venenfunktion, indem sie von außen Druck auf die Venen ausüben. Die erweiterten Venen werden dadurch in ihrem Durchmesser deutlich verkleinert und die Venenklappen können wieder besser schließen. Kompressionsstrümpfe sorgen außerdem auch dafür, dass keine Flüssigkeit mehr ins Gewebe austritt.

Kompressionsstrümpfe sind in je nach Schwere der Erkrankung in vier verschiedenen Stärken erhältlich. Bei müden, schweren Beinen aufgrund einer Venenerkrankung wird die Klasse eins empfohlen.

Aktualisiert: 25.05.2018 – Autor: Kathrin Mehner

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?