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Sommerbräune – Selbstbräuner statt Solarium

Selbstbräuner © istockphoto, zilli

Davon träumen wir: Sommer, Sonne, Urlaub, Erholung, Entspannung und braune Sommerhaut. Doch so schnell wie die Erholung nach dem Urlaub wieder weg ist, ist auch die Sommerbräune verschwunden. Und die Versuche, die angenehme Hautfärbung zu behalten, laufen oft ins Leere. Eigentlich müssten wir Mitteleuropäer uns damit abfinden, dass die gold-bronzene Hauttönung nicht unsere Sache ist. Nur wer vom Hauttyp her eher als Latino durchgeht, kann mit einer länger anhaltenden Bräune rechnen. Als Faustregel gilt: Wer nur schwer braun wird, wird seine Bräune ebenso schnell wieder los. Dagegen kann man gar nichts tun – außer mit Selbstbräuner ein wenig "Farbe auf Zeit" herauszuholen.

Solarien fördern Hautkrebs

Ganz klar: Sonnenbänke sind passé. Die Hautschädigungen durch UV-Strahlen sind zu intensiv, das Strahlenrisiko einfach zu hoch. Hautärzte warnen deshalb auch davor, das Hautkrebsrisiko durch Solarien zusätzlich und unnötig zu erhöhen. Eine Alternative bieten Selbstbräuner, die für Bräune ohne Sonnenbrand und Hautalterung sorgen.

Selbstbräuner anstatt Sonnenbrand

Die modernen Selbstbräuner sind wesentlich angenehmer und verträglicher als die Kunstsonne aus der Steckdose. Der bräunende Wirkstoff im Selbstbräuner ist ein synthetischer Zucker (DHA = Dihydroxyaceton) aus der Kastanienschale, der mit den Eiweißen in der Hornschicht der Haut reagiert und sie färbt. Die Farbreaktion beginnt sofort nach dem Auftragen des Selbstbräuners und ist nach ungefähr 6 Stunden abgeschlossen.

Weil nur die oberste Hautschicht durch den Selbstbräuner gebräunt wird, hält die Bräune oft nur drei bis fünf Tage, manchmal auch länger. Spätestens nach zwei Wochen ist kein Effekt mehr zu sehen.

Je mehr DHA im Selbstbräuner enthalten ist, umso intensiver ist die Bräunung. Die meisten Selbstbräuner enthalten circa 2 % DHA, Turbo-Selbstbräuner bringen es auf circa 5 % DHA. Die neueste Generation Selbstbräuner enthält zusätzlich den Wirkstoff Erythrulose, ebenfalls ein biotechnologisch hergestellter Zucker. Diese Kombination sorgt für einen sehr natürlichen Hautton, trocknet die Haut weniger aus und die Bräune hält länger.

Peeling gegen Flecken

Am besten lassen sich Selbstbräuner morgens nach dem Duschen auftragen. Durch das Duschen wurde das überflüssige Fett abgespült und die Haut durch Duschen und Frottieren leicht gepeelt. Trockene Hautschüppchen können mit einem Körperpeeling oder einem Luffa-Schwamm entfernt werden, denn auf glatter Haut hält die Farbe besonders gut. Vor allem Ellenbogen, Knien und Fersen können ohne Peeling schnell „scheckig" aussehen.

Selbstbräuner als Creme, Spray oder Gel

Auf der Haut hält der Selbstbräuner am besten, wenn man mit Sport und anderen schweißtreibenden Aktivitäten ungefähr drei Stunden nach dem Auftragen wartet. Auch Duschen oder Baden bald nach dem Auftragen gefährdet den Sonnenlook. Ob Selbstbräuner als Creme, Spray oder Gel ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Auch als Selbstbräunungsschaum oder Selbstbräunungsmilch ist die Sonne aus der Tube zu haben.

Auf jeden Fall sollte man darauf achten, für das Gesicht nur einen speziellen Gesichts-Selbstbräuner und keinen Körperbräuner zu benutzen. Die Gesichtshaut ist noch pflegebedürftiger als die restliche Haut des Körpers und Gesichts-Selbstbräuner sind daher extra auf diese Bedürfnisse abgestellt.

Selbstbräuner sind kein Sonnenschutz

Da Selbstbräuner nur die oberste Hautschicht färben, sind sie kein Lichtschutz. Diese Bräune schützt also nicht vor der Sonne. Einen geringen Lichtschutz bieten allerdings inzwischen fast alle Produkte im Rahmen einer konsequenten Pflege gegen Umwelteinflüsse. Trotzdem muss man im Urlaub oder eben bei starker Sonne unbedingt eine Sonnencreme mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor verwenden!

Beim Auftragen Handschuhe tragen

Selbstbräuner haben ein hohes Färbepotential. Ist die Haut erst einmal gebräunt, muss man die nächste Phase der Zellerneuerung abwarten, bis sich die Haut regeneriert hat und die gefärbten Hautzellen abgestoßen werden. Daher empfiehlt es sich, zum Auftragen des Selbstbräuners Handschuhe zu tragen oder auf jeden Fall sofort nach dem Auftragen die Hände gründlich zu waschen, ehe der Selbstbräuner die Handinnenflächen färbt.

Karotte und Co. sind keine Alternative

Eine gesunde Ernährung unterstützt das vitale Aussehen - immer! Doch mit einer Karotten-Kur oder Tomaten im Überfluß riskiert man nur eine gelbliche Hautfärbung, die schwer an Gelbsucht erinnert. Auch Beta-Carotin Tabletten nützen nichts um die Farbe des Sommers zu erhalten.

Tipps zum Auftragen von Selbstbräunern:

  • Damit die Bräune schön gleichmäßig wird, sollte man den Selbstbräuner in kleinen Portionen mit einem Schwamm auftragen. Beim ersten Mal lohnt sich ein leicht getönter Selbstbräuner. Durch dessen Eigenfärbung lässt sich leichter erkennen, an welchen Stellen man den Bräuner schon aufgetragen hat.
  • Damit vermeidet man, verschiedene Körperstellen unterschiedlich stark zu bräunen, weil dort unbewußt mehrmals eingerieben wurde. Das ist gerade an so herausragenden Stellen wie Ellenbogen und Knie wichtig, weil sie sonst sehr schnell wesentlich dunkler aussehen als der Rest des Körpers.
  • Etwas Bodylotion als Grundierung vor dem Auftragen einer sehr kleinen Menge Selbstbräuner sorgt für gleichmäßige Bräune an den Problemstellen. Augenbrauen und Haaransatz werden ausgespart, da der Selbstbräuner sonst dort hängen bleibt und ungleichmäßig tönt.
  • Nach dem Auftragen des Selbstbräuners sollte man mit dem Anziehen circa 30 Minuten warten, bis er vollständig in die Haut eingezogen ist. So vermeidet man Flecken auf der Kleidung. Aus Seide und synthetischen Stoffen lassen sich Selbstbräuner nämlich nur schlecht entfernen.

Aktualisiert: 20.12.2017 – Autor: Susanne Köhler

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