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Herzinfarkt – Therapie

Je schneller die Therapie nach einem Herzinfarkt beginnt, desto besser sind die Chancen, die Durchblutung in den betroffenen Bereichen wieder herzustellen und den Gewebsverlust einzugrenzen. Eine sofortige Therapie nach einem Herzinfarkt ist zudem wichtig, um die Komplikationsrate und das Sterberisiko gering zu halten. Erstmaßnahme noch vor einer Therapie ist: Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt den Notarzt rufen! In der Zwischenzeit kann es ratsam sein, dass der Betroffene mit erhobenem Oberkörper ruhig sitzt und eine Tablette Acetylsalicylsäure (500 mg) einnimmt.

Herzinfarkt: Bypass-OP

Beim Transport zum Krankenhaus verabreicht der Arzt Sauerstoff, Schmerz- und Beruhigungsmittel, in der Klinik folgen Therapie und Überwachung auf der Intensivstation.

Meist wird entweder eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt (bei der das betroffene Gefäß direkt geweitet werden kann) oder eine Infusion zum Auflösen des Blutgerinnsels gegeben.

Manchmal wird im Zuge der Herzinfarkt-Therapie direkt eine Bypass-Operation durchgeführt; diese ist allerdings in solchen Akutfällen mit einem hohen Risiko behaftet.

Herzinfarkt: Therapie mit Medikamenten

Im nächsten Schritt der Therapie nach einem Herzinfarkt erhält der Betroffene Medikamente zur Blutverdünnung, Verbesserung der Herzfunktion und der Prognose, die er teilweise auch nach dem Klinikaufenthalt nach einem Herzinfarkt kontinuierlich einnehmen muss.

Nachbehandlung eines Myokardinfarkts

Fast immer folgt nach dem Krankenhausaufenthalt im Rahmen der Herzinfarkt-Therapie eine Anschlussheilbehandlung in einer Reha-Einrichtung, wo der Betroffene lernt, mit seiner Erkrankung zu leben. Dazu gehören Krankengymnastik und Atemübungen sowie ein Herz-Kreislauf-Training.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind im Anschluss an eine Therapie nach einem Herzinfarkt unabdingbar.

Wichtig ist, dass der Betroffene sein Leben umstellt, um das Risiko eines weiteren Herzinfarkts zu minimieren. Dazu zählen eine gesunde Ernährung sowie regelmäßige, moderate Bewegung wie zum Beispiel leichtes Jogging, Wandern oder Schwimmen.

Aktualisiert: 22.01.2019 – Autor: Dagmar Reiche

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