Koronare Herzkrankheit – Verlauf und Diagnostik

Eine koronare Herzerkrankung kann sich in ihrem Verlauf unterschiedlich äußern und sogar chronisch werden. Eine frühzeitige Diagnose ist daher umso wichtiger und kann lebensrettend sein.

Verlauf einer koronaren Herzkrankheit

Bei der koronaren Herzerkrankung kommt es im Einzelfall zu ganz unterschiedlichen Verläufen:

  • Ist das erste Symptom der koronaren Herzerkrankung ein Herzinfarkt und wird dieser überlebt, hängt der weitere Verlauf entscheidend davon ab, inwieweit es gelingt, die individuellen Risikofaktoren unter Kontrolle zu bekommen.
  • Äußert sich die koronare Herzerkrankung primär als Angina pectoris in unterschiedlicher Ausprägung, können möglicherweise bereits im Vorstadium eines Herzinfarktes effektive Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Trotz optimaler Behandlung trägt jedoch jeder Patient mit koronarer Herzerkrankung ein nicht genau kalkulierbares Risiko in sich, von Herzinfarkten, ernsten Herzrhythmusstörungen oder Herzinsuffizienz betroffen zu werden, was die Lebenserwartung deutlich einschränken kann.

Schwerwiegende Komplikationen möglich

Die schwerwiegendste Komplikation der koronaren Herzerkrankung ist der Herzinfarkt, an dem immer noch zahlreiche Menschen vor Erreichen eines Krankenhauses sterben. Im Rahmen eines Herzinfarktes können alle möglichen Formen von Herzrhythmusstörungen aber auch durchblutungsbedingte Herzklappenschädigungen auftreten. In einigen Fällen kann auch eine Rhythmusstörung ohne vorausgehende Warnsymptome das erste und möglicherweise tödlich endende Ereignis einer koronaren Herzerkrankung sein.

Im chronischen Verlauf der koronaren Herzerkrankung nach abgelaufenem Herzinfarkt stehen die Herzinsuffizienz und immer wiederkehrende, bösartige Herzrhythmusstörungen im Vordergrund möglicher Komplikationen.

Diagnostik einer koronaren Herzerkrankung

Für die frühzeitige Diagnose einer koronaren Herzerkrankung wird der Arzt den Patienten zunächst genau nach den Symptomen und der sonstigen Krankengeschichte fragen. Eine körperliche Untersuchung sowie Puls- und Blutdruckmessung schließen sich an.

Besonders von Bedeutung sind das Elektrokardiogramm (EKG) sowie die Ultraschalluntersuchung des Herzens. Speziell durch Belastungsuntersuchungen wie Belastungs-EKG, Belastungsultraschalluntersuchung oder die sogenannte Thalliumszintigraphie können Symptome einer koronaren Herzerkrankung unter ärztlicher Kontrolle provoziert und dokumentiert werden.

Leider besteht keine hundertprozentige Trefferquote dieser Untersuchungsverfahren, sodass in einzelnen Fällen die frühzeitige, manchmal lebensrettende Diagnose einer koronaren Herzerkrankung nicht gestellt werden kann. Bei sich erhärtendem Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung kann allerdings nur die direkte Darstellung der Herzkranzgefäße sowie ihrer möglicher Verengungen im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung die Diagnose sichern und die Basis für einen effektiven Behandlungsplan schaffen.

Aktualisiert: 13.02.2018 – Autor: Dagmar Reiche

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