13 Tipps für den richtigen Umgang mit Mundschutz

Wegen des Coronavirus herrscht derzeit deutschlandweit in einigen Bereichen wie beim Einkaufen, beim Arzt oder im öffentlichen Nahverkehr Maskenpflicht. Neben Einwegmasken aus Papier sind mehrfach verwendbare Alltagsmasken aus Stoff im Gebrauch, um Mund und Nase abzudecken. Doch viele Menschen sind unsicher, worauf sie beim Kauf und beim Tragen des wiederverwendbaren Mund-Nasenschutzes achten sollen und wie dieser gereinigt wird. Wir erklären in dieser Fotostrecke, was wichtig ist, damit die Masken ausreichend Schutz bieten.

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Einwegmasken und FFP2-Masken

Frau mit Maske und Daumen hoch © iStock.com/dragana99
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Einwegmasken, auch OP-Masken genannt, können nur begrenzt getragen werden und sollten nach zwei Stunden gewechselt werden. Dieser Mund-Nasenschutz (MNS) sollte, ebenso wie FFP2-Masken, anfangs aufgrund begrenzter Verfügbarkeit vor allem medizinischem Personal vorbehalten bleiben. Mittlerweile sind solche Masken vielerorts erhältlich und werden vor allem zur Risikogruppe gehörenden Menschen empfohlen. Mitunter sind FFP2-Masken im öffentlichen Raum sogar Pflicht. Informieren Sie sich, was in Ihrem jeweiligen Bundesland diesbezüglich gilt.

Mit Maske trotzdem Abstand halten

Frau mit Maske hält Hände als Stopp © iStock.com/mheim3011
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Die nicht-medizinischen Alltagsmasken sind ein Fremdschutz und schützen den Träger selber nicht davor, sich zu infizieren. Umso wichtiger ist es darauf zu achten, dass auch beim Tragen einer Maske der Abstand von mindestens 1,50 Meter zu anderen Menschen eingehalten wird.

Richtiger Sitz der Maske

Frau mit selbstgenähten Mundschutz © iStock.com/mheim3011
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Selbstgenähte Masken sind für die Alltagsnutzung eine gute Wahl. Mund und Nase sollten komplett bedeckt sein und die Maske oben und unten eng anliegen. Das kann durch einen Nasenbügel aus Draht und Bänder zum Binden reguliert werden.

Maske hygienisch anziehen

Frau zieht Mundschutz an © iStock.com/Remains
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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt, sich vor dem Anziehen der Maske die Hände mindestens 20 Sekunden mit Seife zu waschen. Die Innenseite der Maske sollte nicht berührt werden, sondern man sollte die Maske über die Ohrschlaufen anziehen und auch Abnehmen. Nach dem Ausziehen der Maske ist es ratsam, sich die Hände erneut mit Seife zu waschen.

Maske und Gesicht nicht anfassen

Frau fasst Maske im Gesicht an © iStock.com/Remains
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Die Maske sollte nicht angefasst werden, um eine Kontamination mit Keimen zu verhindern. Außerdem sollte man sich nicht ins Gesicht fassen, was die Maske unter anderem eigentlich verhindern soll. Umso wichtiger ist, dass die Maske gut passt und richtig sitzt.

Maske wechseln

Mädchen wechselt Maske © iStock.com/ti-ja
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Ist die Maske durchfeuchtet, sollte sie abgenommen werden. Spätestens nach vier Stunden soll die Maske aber gewechselt werden.

Maske aufbewahren

Maske in Plastikbeutel © iStock.com/LuFeeTheBear
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Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel oder ähnlichem – keinesfalls einfach in der Handtasche – luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.

Maske richtig waschen

Maske reinigen © iStock.com/Rike_
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Alltagsmasken aus Stoff sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad Celsius, mindestens aber bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Das kann notfalls auch per Handwäsche erfolgen oder die Stoffmaske kann 15 Minuten in Wasser gekocht werden. Die Reinigung im Backofen ist wegen einer möglichen Brandgefahr nicht zu empfehlen.

Maske trocknen

Stoffmasken trocknen an der Luft © iStock.com/Rike_
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Nach dem Waschen müssen die Masken vor dem nächsten Tragen vollständig trocknen. Das geht besonders gut an der frischen Luft.

Brillenträger und Maske

Brillenträgerin mit Maske © iStock.com/Nevena1987
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Damit beim Tragen der Maske die Brille nicht dauernd beschlägt, ist es wichtig, dass die Maske zuerst angezogen wird und am oberen Rand eng anliegt. Danach kann die Brille aufgesetzt werden. Wurde die Brille zuvor mit Seife gereinigt und nicht mit Wasser abgespült, verhindert das das lästige Beschlagen der Brille.

Trockenen Mund vermeiden

Frau mit Maske trinkt Wasser gegen trockenen Mund © iStock.com/Albina Gavrilovic
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Menschen, die viele Stunden am Tag einen Mundschutz tragen, könnten einem erhöhten Risiko für Karies und Parodontose ausgesetzt sein. Diese – bislang wissenschaftlich nicht bestätigte – Vermutung haben New Yorker Zahnärzte geäußert. Sie bezeichnen das Phänomen als "Mask Mouth" (Maskenmund). Ihre Vermutung ist, dass Menschen, die den ganzen Tag lang eine Maske tragen, unwillkürlich durch den Mund atmen. Dadurch kommt es zu einem trockenen Mund und einem Mangel an Speichel. Das wiederum kann Mundkrankheiten wie Karies begünstigen, denn der Speichel neutralisiert Säuren und schützt so unsere Zähne.

Auch wenn diese Vermutung bislang noch nicht durch Studien untersucht wurde, sollten Menschen, die mehrere Stunden am Tag einen Mundschutz tragen und dadurch einen trockenen Mund bekommen, vorsichtshalber auf einen feuchten Mundraum achten. Das beste Mittel gegen einen trockenen Mund ist es, genügend zu trinken. Auch kräftiges Kauen (zum Beispiel von Zahnpflegekaugummis) regt den Speichelfluss an.

Müssen alle Masken tragen?

Kinder mit Stoffmasken © iStock.com/ibusca
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Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gilt für alle Menschen. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Menschen, für die das Tragen aus medizinischen Gründen unzumutbar ist, beispielsweise Menschen mit Asthma, Schwerhörige oder gehörlose Menschen und ihre Begleitpersonen oder Personen, für die das Tragen einer Maske wegen einer Behinderung nicht möglich ist. Auch Kassiererinnen, die hinter einer Plexiglasscheibe sitzen, sind nicht verpflichtet, einen Mundschutz zu tragen.

FFP2- und FFP3-Schutzmasken im Alltag

Frau mit FFP2 Schutzmaske © iStock.com/Igor Ploskin
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Neben dem einfachen Mund-Nasenschutz und selbstgenähten Stoffmasken gibt es genormte Filter-Masken mit Schutzwirkung (FFP2- und FFP3-Schutzmasken). Die FFP-Masken haben eine Filterleistung von 94 beziehungsweise 99 Prozent und wurden lange hauptsächlich von medizinischem Fachpersonal getragen, da sie nicht ausreichend vorhanden waren. Seit Mitte Dezember 2020 erhalten Menschen über 60 Jahre und Angehörige einer Risikogruppe für einen schweren Verlauf drei kostenlose FFP2-Masken in Apotheken, durch zusätzliche Coupons besteht zudem der Anspruch auf zwölf weitere FFP2-Masken. Als erstes Bundesland führt Bayern eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein, sie gilt auch für Kinder ab dem siebten Lebensjahr.

Aktualisiert: 05.05.2021 - Autoren: Miriam Funk, Medizinredakteurin und Physiotherapeutin | Silke Hamann, Medizinredakteurin