Burning Mouth Syndrom – Therapie

Für den Zahnarzt kommt es darauf an, nach einer sehr sorgfältigen Erhebung der Anamnese alle möglichen Reizzustände innerhalb des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereiches soweit als möglich auszuschließen und parallel dazu den Patienten in den anderen Fachdisziplinen vorzustellen, in deren Fachgebiet möglicherweise auch mitverursachende Erkrankungen verborgen sein können.

Behandlung physischer und psychischer Beschwerden

Da dieses Krankheitsbild häufig schon über längere Zeit besteht, sind Heilungen mit Beschwerdefreiheit innerhalb kurzer Zeit unrealistisch, ein Heilungserfolg aber - und sei es nur eine Reduktion des Beschwerdebildes - auch ganz wesentlich abhängig von der Mitarbeit des Patienten.

Neben der Therapie psychischer Ursachen ist eine psychologische Unterstützung auch bei begleitenden anderen Therapien sinnvoll, um den Patienten zu ermöglichen, das Beschwerdebild so objektiv wie möglich zu beobachten und zu erkennen, dass nicht der Abbruch von sozialen Kontakten, sondern ganz im Gegenteil eine Öffnung zum Umfeld wichtig ist, um die Schmerzwahrnehmung nicht als das allein bestimmende Tagesmoment überhand nehmen zu lassen.

Behandlung des Burning Mouth Syndroms ist schwierig

Entsprechend den vielfältigen möglichen Ursachen gestaltet sich eine Behandlung oft sehr schwierig, zumal es keine einheitlichen Richtlinien gibt, wie Patienten mit einem BMS behandelt werden sollten. Nicht selten werden auch verschiedene begleitende Medikamente ausprobiert werden müssen, um die reinen Symptome zu lindern, wobei eine psychotherapeutische Unterstützung sehr wertvoll ist.

"Die Patienten müssen mit der entsprechenden Unterstützung lernen, mit ihrem Krankheitsbild zu leben und zu akzeptieren, dass auch schon Verringerungen des Schmerz- und Brennempfindens einen Erfolg darstellen, auch wenn die Symptomatik nicht unbedingt gänzlich beseitigt worden ist oder werden kann. Die sich oft über Monate oder auch Jahre hinziehende Missempfindung oder auch Schmerzsymptomatik erfordert ein hohes Maß an Geduld und Selbstdisziplin des Patienten und seine Bereitschaft zur ständigen Kooperation", so Professor Dr. Wahl

Aktualisiert: 09.10.2020
Autor*in: Rundum Zahngesund

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