Wie man Kaufsucht behandeln kann

Kaufsucht: Therapie und Hilfe

Als ersten Schritt gegen die Kaufattacken empfiehlt Kaufsucht-Expertin Inga Margraf die Rückgabe von Kredit- und Kundenkarten. In traditionellen Konsumzeiten wie der Vorweihnachtszeit oder dem Schlussverkauf sollten Kaufsuchtgefährdete Innenstädte und Einkaufszentren möglichst meiden. Wenn die Kaufsucht das Leben der Betroffenen bestimmt, wird professionelle Hilfe nötig. In Selbsthilfegruppen finden Patienten Unterstützung bei der Therapie."Häufig hilft es den Betroffenen auch, wenn sie all ihre Suchtgegenstände aus den Schränken und Lagern holen und eine komplette Liste von ihnen anfertigen, die sie stets bei sich tragen." Mit diesen Maßnahmen könne die Sucht zwar nicht therapiert, aber der Kaufrausch zumindest vorübergehend gemindert werden.

Unterstützung in Selbsthilfegruppen

Im Kampf gegen die Sucht sollte man unbedingt professionelle Hilfe zurate ziehen, empfiehlt Margraf. "Der erste Schritt ist immer, sich die Sucht selbst einzugestehen." Am besten sollten Betroffene dann das Gespräch mit einer Vertrauensperson suchen und eine Therapie erwägen. Auch Selbsthilfegruppen sind wichtige Ansprechpartner. "Für Kaufsüchtige ist wichtig, dass sie merken: Ich bin mit meinem Problem nicht allein. Es gibt andere, die stecken in der gleichen Situation", so Margraf. Auf der Suche nach Therapieangeboten kann man sich an seinen Arzt oder seine Krankenkasse wenden.

Aktualisiert: 13.02.2017 - Autor: TK

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