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Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) – Behandlung und Medikamente

Schmerzen frühzeitig gegensteuern

Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad tut vielen Betroffenen gut. Lassen Sie es an den "Tagen" einfach etwas ruhiger angehen und gönnen Sie sich bewusst eine kleine Auszeit. Probieren Sie aus, welche der folgenden Hausmittel Ihnen helfen.

4 Tipps bei Regelschmerzen

Praktische Tipps, um Regelschmerzen zu lindern, sind:

  • Viele Frauen schwören auf entkrampfende Pflanzentees aus Frauenmantel, Gänsefingerkraut oder Schafgarbe. Gute Erfahrungen bestehen auch mit Präparaten, die Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze enthalten und zyklusregulierend wirken.
  • Ebenfalls entkrampfend wirkt Magnesium, das Sie mehrmals täglich als Brausetablette einnehmen können.
  • Grundsätzlich empfehlen Gynäkologen, regelmäßig Sport zu treiben, was nicht nur zu einer besseren Durchblutung führt, sondern auch entkrampft und vermehrt Glückshormone freisetzt. Viele Frauen setzen gegen die Schmerzen deshalb gezielt Sport ein – außerdem lenkt Sport ab.
  • Sehen Sie bei Ihren Beschwerden eher eine psychische Ursache, kann Ihnen autogenes Training oder Yoga helfen. Viele Yoga-Übungen steigern die Durchblutung des Unterleibs – erkundigen Sie sich nach einem Kurs bei Ihrer Volkshochschule.

Schmerzmittel und Hormone

Bei starken Beschwerden ist es ratsam, mit Schmerzmitteln gegenzusteuern, bevor der Körper ein dauerhaftes Schmerzgedächtnis entwickelt. Geeignet sind dabei vor allem Wirkstoffe, die die Bildung des Schmerzbotenstoffes Prostaglandin verhindern. Dazu zählen Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen. Paracetamol blockiert zwar das Schmerzempfinden im Gehirn, beeinflusst aber nicht ursächlich die Prostaglandinbildung – für Frauen mit Magenproblemen kann es dennoch eine Alternative sein.

Auch die Antibabypille wird gegen den Regelschmerz eingesetzt. Die Hormone unterdrücken den Eisprung und es baut sich in der Gebärmutter weniger Schleimhaut auf. Blutet es während der einwöchigen Einnahmepause, dann ist dies nur eine künstlich herbeigeführte Entzugsblutung durch den Hormonabfall – und die führt in der Regel nicht zu Beschwerden. Hat sich bereits ein Schmerzgedächtnis ausgebildet, empfehlen sich Präparate, bei denen erst nach einigen Monaten eine Entzugsblutung herbeigeführt wird: So wird das Gedächtnis allmählich wieder "gelöscht".

  • Pflanzliche Präparate wirken regulierend auf den Zyklus ein.
  • Gut verträgliche Medikamente und krampflösende Wirkstoffe lindern die Schmerzen.
  • Wirksame Medikamente helfen gegen depressive Verstimmungen, die begleitend auftreten können.

Fazit

Manchmal hilft auch einfach nur Abwarten. Oft verschwinden die Beschwerden mit zunehmendem Alter oder nach einer Geburt ganz von allein. Haben Sie eine Tochter, die über Regelschmerzen klagt, unterstützen Sie das Körpergefühl Ihres Kindes zusätzlich durch eine behutsame Aufklärung, vertrauensvolle Gespräche und Zuwendung.

Aktualisiert: 01.08.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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