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Aloe Vera – Wirkung

Die in Curaçao-Aloe enthaltenden Aloine wirken abführend. Die eigentlich wirksame Form ist dabei Aloeemodin, das im Dickdarm durch Spaltung von Aloin mittels bestimmter zelleigener oder bakterieller Enzyme entsteht. Die Spaltprodukte hemmen direkt bestimmte Transporter der Darmschleimhaut, was zu einem verminderten Transport von Natrium und Wasser aus dem Darm ins Blut (antiresorptiv) und zu einem vermehrten Transport von Chlorid aus dem Blut in den Darm (sekretagog) führt. Insgesamt kommt es somit zu einer Volumenzunahme und einem erhöhten Wassergehalt des Stuhls.

Aloe Vera: Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Aloe-Präparaten treten selten Magen-Darmbeschwerden mit Krampfanfällen auf. In diesem Fall sollte die Dosis reduziert werden.

Bei Überdosierung kann es zum Verlust von Elektrolyten, insbesondere Kalium, und in der Folge zu Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche kommen. Des Weiteren sind Albuminurie und Hämaturie (vermehrtes Vorkommen von Albumin bzw. roten Blutkörperchen im Urin) sowie harmlose Pigmenteinlagerungen in der Darmschleimhaut möglich.

Wechselwirkungen von Aloe Vera

Bei chronischem Gebrauch kann es durch Kaliummangel zu einer Verstärkung der Wirkung von Herzglykosiden und zur Beeinflussung der Effekte von Antiarrhythmika kommen. Der Verlust von Kalium kann durch die gleichzeitige Einnahme von Thiaziddiuretika, Nebennierenrindensteroiden und auch Süßholzwurzel intensiviert werden.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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