Kürbis – Anwendung

Die Prostata (Vorsteherdrüse) liegt beim Mann der Harnröhre eng an. Da eine gutartige Vergrößerung in der Regel vom inneren Anteil des Organs ausgeht, kann es dabei zu einer Einengung der Harnröhre kommen. Dabei entstehende Probleme wie Beschwerden beim Wasserlassen, Entleerungsstörungen der Blase und Reizblase können mit Kürbissamen wirksam behandelt werden.

Die Samen sollten jedoch nur bei Symptomen, die durch Prostatahyperplasien des Stadiums I und II entstanden sind, eingenommen werden.

Kürbissamen: Anwendung in Volksmedizin und Homöopathie

Traditionell nimmt man Kürbissamen um die Blasenfunktion zu stärken und zu kräftigen. In der Volksmedizin werden Kürbissamen schon seit dem Mittelalter zur Behandlung von Nieren- und Blasenbeschwerden sowie bei Reizblase verwendet. Kürbis eignet sich des Weiteren als Wurmmittel, insbesondere bei Band- und Spülwürmern, und zur schnelleren Wundheilung.

In der Homöopathie nutzt man Kürbissamen unter anderem bei Erbrechen.

Inhaltsstoffe von Kürbis

Im Samenöl des Kürbis sind Fettsäuren, hauptsächlich Linolsäure, enthalten. Weitere wichtige Wirkstoffe sind Phytosterole, Spurenelemente wie Selen und Mangan, Carotinoide, Vitamin E, Tocopherole, Cucurbitin, Aminosäuren und Magnesiumsalze.

Die genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe variiert je nach Kürbisart. Besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist das Fruchtfleisch der Kürbisse.

Kürbis: Bei welcher Indikation?

Anwendungsgebiete für die medizinische Verwendung von Kürbissamen sind:

  • Reizblase
  • Gutartige Prostatavergrößerung
  • Benigne Prostatahyperplasie
  • BPH
  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Entleerungsstörungen der Blase
  • Miktionsbeschwerden

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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