Wacholder – Anwendung

Wacholderbeeren werden zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden) wie Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder auch Appetitlosigkeit verwendet. Alleine oder in Kombination mit anderen pflanzlichen Mitteln gegen Verdauungsstörungen wirken die Beeren ganz allgemein unterstützend auf die Verdauungsfunktion.

Weitere Anwendungsfälle für Wacholderbeeren

Traditionellerweise findet Wacholder außerdem zur Unterstützung der Nierenfunktion, beispielsweise bei Entzündungen des Nierenbeckens und der Harnblase, Anwendung. Mit den Beeren werden auch Durchspülungstherapien bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Harnwege durchgeführt.

Erfahrungen zufolge wirkt das ätherische Öl der Droge, äußerlich angewandt, durchblutungsfördernd und vermag dementsprechend Muskelverspannungen und rheumatischen Beschwerden zu lindern.

Wacholder in der Volksmedizin

In der Volksmedizin wird Wacholder als Magenmittel und blähungslinderndes Mittel bei Magenkrämpfen, Verdauungsstörungen und Blähungen eingesetzt. Ferner nutzt man es auch hier als harntreibendes Mittel.

Neben dem therapeutischen Einsatz werden Wacholderbeeren auch in größerem Maße als Gewürz und in der Spirituosenproduktion (zum Beispiel zur Herstellung von Gin) verwendet.

Homöopathische Anwendung von Wacholderbeeren

In der homöopathischen Medizin werden die frischen, reifen Samenzapfen des Wacholders bei Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, der Nieren und der ableitenden Harnwege verwendet. Die getrockneten Beerenzapfen werden außerdem in der anthroposophischen Therapie genutzt.

Inhaltsstoffe von Wacholder

Wacholderbeeren enthalten bis zu zwei Prozent ätherisches Öl, dabei vor allem α-/β-Pinen, Sabinen, Limonen, Terpinen-4-ol und Borneol. Daneben kommen in den Beeren Flavonoide, Gerbstoffe, Zucker und harz- und wachsartige Substanzen vor.

Wacholder: Indikation

In den folgenden Fällen können Wacholderbeeren Anwendung finden:

  • Verdauungsstörungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • dyspeptische Beschwerden
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Harnwegsentzündung
  • Muskelverspannung
  • rheumatische Beschwerden

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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