Plasmaspende: Geeignete Spender

Auch wenn Blutplasma allerorts benötigt wird und Spender von Plasma grundsätzlich gesucht sind, gibt es dennoch einige Auswahlkriterien in Hinblick auf die Spender. Denn nur gesunde Menschen, die bestimmte Kriterien erfüllen, dürfen Blutplasma spenden. Wer kommt als Spender infrage und was sollten Sie beachten? Das erfahren Sie hier.

Wer ist geeignet, Plasma zu spenden?

Grundsätzlich muss das Alter des Spenders bei 18 bis 65 Jahren, das Gewicht über 50 kg liegen. Daneben wird vor jeder Spende seine Tauglichkeit überprüft – Risiken für Spender und Empfänger müssen ausgeschlossen werden. Dazu dienen das Erheben der Krankengeschichte und die ärztliche Untersuchung.

Es dürfen keine akuten Beeinträchtigungen des Spenders wie Infektionen oder andere Erkrankungen vorliegen, Blutdruck, Puls und Temperatur müssen unauffällig sein. Mit dem Test eines Bluttropfens aus Ohrläppchen oder Finger wird eine Blutarmut ausgeschlossen.

Nur Gesunde dürfen Plasma spenden

Um eine Gefährdung des Empfängers auszuschließen, existieren strengste Vorschriften zum Umgang mit Blutprodukten. Chronische Krankheiten und bestimmte Arzneimitteltherapien sind ebenso Ausschlusskriterien zur Spende wie Infektionen mit HIV oder Hepatitis, die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, Geschlechtskrankheiten und Suchterkrankungen. Selbst Risikoverhalten bezüglich HIV, Hepatitis und Drogen oder die Infektion des Geschlechtspartners mit ansteckenden Krankheiten macht eine Person zum Spenden ungeeignet.

In manchen Fällen ist zumindest ein zeitlich begrenzter Spendenausschluss erforderlich. Dazu gehören um Beispiel Reisen in Länder mit hoher Infektionsgefahr, größere Operationen und bestimmte Impfungen.

Blutplasma wird genau kontrolliert

Nach der Gewinnung wird das Plasma im Labor genaustens untersucht. Erhöhte Sicherheit bietet die Regelung, dass Plasma erst eine bestimmte Zeit tiefgekühlt gelagert und dann erneut überprüft wird. Zusätzlich wird es vorbeugend mit Verfahren behandelt, die Viren inaktivieren.

Gibt es Risiken für den Spender?

Im Allgemeinen ist die Prozedur für Gesunde gut verträglich. Selten kann es an der Einstichstelle zu einem Bluterguss, sehr selten zu einer Venenentzündung oder Nervenschädigung kommen. Wenige Menschen reagieren empfindlich auf das gerinnungshemmende Mittel und klagen über Kribbeln oder ein taubes Gefühl am Mund, der Zunge oder den Fingern und Zehen, äußerst selten über Muskelverkrampfungen oder Herzstolpern. Diese Nebenwirkungen sind allerdings leicht behandelbar und bilden sich schnell zurück.

Aktualisiert: 23.12.2019
Autor*in: Dagmar Reiche

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