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Katzenminze beruhigt und entspannt

Katzenminze © istockphoto, ikuyan

Während Katzenminze für Menschen auf den ersten Blick nichts als eine Pflanze mit hübschen Blüten ist, scheint sie auf Katzen eine magische Wirkung zu haben. Sobald sie in die Nähe der duftenden Pflanze kommen, geraten viele Stubentiger in einen rauschartigen Zustand, wälzen sich auf dem Boden oder zerfetzen die Blätter. Doch auch für Menschen birgt die Pflanze interessante Inhaltsstoffe: Sie wirkt entspannend, verdauungsfördernd, entgiftend und leicht euphorisierend.

Katzenminze: Beschreibung und Anbau

Ursprünglich aus Südeuropa und Afrika stammend, ist die Katzenminze (engl. Catnip) seit Mitte des 18. Jahrhunderts auch in Mitteleuropa heimisch. Der Lippenblütler bevorzugt nährstoffreichen, trockenen Lehm- oder Sandboden und liebt Wärme und Licht. Katzenminze wird zwischen 60 und 100 Zentimeter hoch.

Die grünen Blätter der Pflanze duften angenehm nach Minze oder Zitrone. Die Blüten treten stets dicht nebeneinander zu fünft auf und bilden so einen Kelch, der meist in blau-lila, aber auch in weiß, rosa oder gelb erstrahlt. Generell sind sowohl die Blätter als auch die Blüten der Katzenminze bei jedem Exemplar individuell verschieden.

Katzenminze eignet sich hervorragend als Garten- oder Balkonpflanze. Dabei kann sie sowohl durch Stecklinge, als auch durch Teilung des Wurzelstocks oder durch Aussaat angebaut werden. Die mehrjährige Pflanze ist winterresistent und sehr robust.

Wirkung von Katzenminze auf Katzen

Warum genau Katzenminze eine solch starke Wirkung auf Katzen hat, ist bislang noch nicht geklärt. Fest steht allerdings, dass nicht alle Katzen auf den Duft der Pflanze reagieren.

Während manche Stubentiger völlig euphorisch um die Stengel tanzen, die Blätter zerreißen und fressen, sich auf dem Boden wälzen oder wie im Drogenrausch im Kreis drehen, lässt der Duft andere Katzen völlig kalt.

Besonders junge, noch nicht geschlechtsreife oder sehr alte Katzen interessieren sich in der Regel wenig für Katzenminze. Dennoch scheint der Duft keine aphrodisierende Wirkung zu haben, denn auch kastrierte Katzen lassen sich von der Pflanze berauschen.

Gefährlich ist Katzenminze jedoch nicht. Im Gegenteil: Viele Katzenhalter füllen beispielsweise getrocknete Katzenminze in kleine Säckchen und nutzen sie so als Spielzeug für ihre Lieblinge. Wer mit dem Gedanken spielt, Katzenminze in den eigenen Garten zu pflanzen, der sollte sich jedoch darauf gefasst machen, bald sämtliche Katzen der Nachbarschaft im Blumenbeet versammelt zu sehen.

Wirkung von Katzenminze auf Menschen

Auch auf Menschen kann Katzenminze leicht euphorisch wirken. Die getrockneten Blätter können als Tee getrunken oder geraucht werden.

Im Katzenminze-Tee wirkt das Kraut entspannend, schmerzstillend, schweißtreibend, krampflösend, fiebersenkend und verdauungsfördernd. Auch bei Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Nervosität kann Tee aus Katzenminze Besserung herbeiführen. Dazu zwei Esslöffel getrocknete Katzenminze mit 0,25l heißem, noch nicht kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Der Tee schmeckt erfrischend nach Minze und Zitrone.

Manche Menschen rauchen die getrocknete Katzenminze als Marihuana-Ersatz, wobei sie eine sehr schwache Wirkung hat. Dazu kann man das Kraut entweder pur oder mit Tabak vermischt rauchen. Die frischen Blätter der Katzenminze können gekaut werden und bringen so Linderung bei Zahnschmerzen.

Außerdem eignen sich die Blätter für einen Umschlag bei äußeren Verletzungen. Auch in Salben, die bei Problemen mit Rheuma oder Hämorrhoiden eingesetzt werden, wird gelegentlich Katzenminze verwendet.

Aktualisiert: 27.05.2016 – Autor: Kristina Klement

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