Naturheilverfahren: Elektrotherapie

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie nutzt die Wirkung elektrischer Ströme auf den Organismus. Das hauptsächliche Anwendungsgebiet liegt in der Schmerz- und Muskel-Therapie, zum Beispiel bei Ischias-Schmerzen, Rheuma und Arthrose oder bei Muskelverspannungen. Der Strom kann durch Elektroden, die auf die Haut geklebt werden, durch den Körper geleitet werden.

Auch Voll- oder Teilbäder sind möglich, bei denen der Strom durch das Wasser an die Haut geleitet wird (zum Beispiel Stangerbäder, Iontophorese). Am besten eignet sich die TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) zur Schmerztherapie.

TENS-Behandlung

Bei der TENS werden über Elektroden auf der Haut die dort verlaufenden Nerven gereizt. Das tut nicht weh und der Patient spürt lediglich ein leichtes Kribbeln. Vermutlich führt der Reiz dazu, dass der Körper sein Schmerzregulationsystem aktiviert, so dass die Schmerzschwelle des gesamten Organismus erhöht wird. Der Schmerz wird weniger stark wahrgenommen oder lässt ganz nach.

Die Elektroden werden direkt über die schmerzende Stelle geklebt. Dann wird die Stromstärke so gewählt, dass der Patient ein leichtes, aber angenehmes Kribbeln verspüren. Drei bis vier Behandlungen pro Tag für jeweils eine halbe Stunde reichen meist aus. Nach einigen Wochen kann die Wirkung nachlassen, dann sollte pausiert oder die Elektroden an anderen Stellen eingesetzt werden.

Der batteriegetriebene Impulsgenerator für die TENS ist nicht größer als eine Zigarettenschachtel, die Elektroden sind nur einige Quadratzentimeter groß. Die Geräte sollten nur nach ärztlicher Anleitung verwendet werden.

Kosten einer TENS-Behandlung

Die TENS-Geräte gelten als medizinische Hilfsmittel und können gemietet werden. Die Kosten dafür werden in der Regel übernommen, wenn die Elektrotherapie angeordnet wurde.

Aktualisiert: 11.07.2018 – Autor: Udo Schmidt

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