Schilddrüsenuntersuchungen und Nebenschilddrüsenuntersuchungen

Schilddrüsenuntersuchung
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Die Schilddrüse schmiegt sich mit ihren beiden flügelförmigen Lappen wie ein Schutzschild um die Luftröhre. Sie wiegt etwas mehr als ein modernes Handy und speichert in ihren drei Millionen Follikeln die Schilddrüsenhormone. Von hinten schmiegen sich ihr vier Epithelkörperchen an. Diese Nebenschilddrüsen sind jeweils so groß wie ein Weizenkorn und produzieren ein Hormon, das für den Kalziumspiegel unabdingbar ist.

Symptome bei Störungen der Schilddrüsenfunktion

Größenveränderungen der Schilddrüse machen nicht unbedingt Beschwerden. Zu Symptomen kommt es meist erst, wenn die Funktion beeinträchtigt ist und zu viel oder zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet werden.

Doch auch dann ist die Diagnose häufig nicht einfach: Da ihre Botenstoffe viele verschiedene Stoffwechselprozesse beeinflussen, machen sich Störungen der Schilddrüse durch unterschiedliche und recht unspezifische Symptome bemerkbar, so zum Beispiel 

  • Veränderungen von Gewicht und Stuhlgewohnheiten
  • Konzentrationsstörungen
  • depressive Verstimmungen
  • Haut- und Haarprobleme
  • Herzbeschwerden

Manchmal kommt es später zu Schluckbeschwerden, Atemproblemen oder Heiserkeit.

Funktionsstörungen der Nebenschilddrüsen

Auch Funktionsstörungen der Nebenschilddrüsen führen – wenn überhaupt – zu unspezifischen Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen und depressiver Verstimmung oder zu Symptomen, die an andere Organe denken lassen, wie Herzrhythmusstörungen, Knochenschmerzen und Nierensteinen.

Probleme mit der Schilddrüse erkennen

Durch gezieltes Befragen des Patienten zu seiner Krankengeschichte (Anamnese) können die geschilderten Beschwerden den Arzt bereits auf die richtige Spur führen.

Von Bedeutung sind nicht nur die aktuellen Symptome – wo, wann und wie häufig sie auftreten, ob sie plötzlich angefangen haben oder schon länger bestehen und ob weitere Beschwerden vorliegen –, sondern auch durchgemachte oder bestehende Krankheiten, frühere Operationen, Bestrahlungen oder Unfälle, eingenommene Medikamente und Erkrankungen in der Familie. 

Selbst der Frauenarzt muss manchmal an die Möglichkeit einer Schilddrüsenstörung denken – sie kann nämlich die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Aktualisiert: 10.02.2017
Autor*in: Dagmar Reiche

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