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Entzündungen: Diagnose und Behandlung

Messen von Entzündungen

Neben der Leukozytenzahl gilt heute zunehmend das sogenannte Hochsensitive C-reaktive Protein (HSCRP oder kurz CRP) als wichtiges Kennzeichen einer Entzündung im Körperinneren. So geht beispielsweise Herz- und Gefäßkrankheiten oft eine jahrelange schleichende Entzündung voraus, die sich am Entzündungsprotein CRP messen lässt. Diese besondere Sorte von Eiweißstoffen wird bei Entzündungen hauptsächlich über die Leber vermehrt gebildet und lässt sich im Blut messen. Der Wert gibt Aufschluss über das Ausmaß kleinster Entzündungsherde (sogenannte Mikroinflammation).

Andere Entzündungszeichen sind zum Beispiel eine erhöhte Blutsenkung, das vermehrte Auftreten von Immunglobulinen im Blut (erhöhte IgE-Spiegel bei allergischen Reaktionen) oder das Auftreten von Antikörpern, also bestimmten Abwehrstoffen, die gegen bestimmte Stoffe, Bakterien, aber auch Körperzellbestandteile gerichtet sein können – das trifft zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen zu.

Diagnose und Untersuchung von Entzündungen

Erhärtet sich der Verdacht auf eine Entzündung, wird Ihr Arzt mit weiteren Untersuchungsmethoden die Suche eingrenzen. Neben einer gründlichen Untersuchung und der Inspektion von Hals, Rachen und Ohren stehen ihm mit Ultraschall, Röntgen- oder endoskopischen Untersuchungen aussagekräftige Methoden zur Verfügung, so dass er meist rasch die Ursache findet und eine adäquate Therapie einleiten kann.

Behandlung von Entzündungen

Meistens kommt es im Rahmen einer Infektion zu Entzündungsvorgängen, die sich oft lokal an den Eintrittspforten des Körpers abspielen. Besonders häufig sind virale Infekte der Hals-, Rachen- und Nasenregion, die nach wenigen Tagen abklingen, ohne dass weitere Maßnahmen nötig sind. Bei bakteriellen Infektionen, Pilz- oder Parasitenbefall wird dem Immunsystem seine Arbeit durch die medikamentöse Gabe eines Antibiotikums oder ähnliches erleichtert.

Da verschiedene Erreger oft ähnliche Symptome zeigen, muss die Therapie manchmal auch angepasst werden. Bei Entzündungen, bei denen das Immunsystem "verrückt" spielt und Abwehrstoffe gegen körpereigene Bestandteile bildet, helfen Medikamente, die diese Reaktion unterdrücken oder abmildern. Oft müssen diese Medikamente allerdings langfristig eingenommen werden, da die Entzündungsreaktionen sonst immer wieder aufflammen.

Aktualisiert: 28.02.2019 – Autor: Nathalie Blanck

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