BioNTech auf AstraZeneca: Kreuzimpfung auch bei über 60-Jährigen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) reagiert auf die Delta-Variante in Deutschland. Die Impfempfehlung wird angepasst: An Menschen, die eine erste Dosis AstraZeneca erhalten haben, soll eine zweite Dosis mit BioNTech/Pfizer oder Moderna verimpft werden. Das Alter spielt hierbei keine Rolle mehr.

Corona Mutation © Getty Images/peterschreiber.media

Um die rasche Ausbreitung und infolgedessen schwere Verläufe zu verhindern, rät die STIKO zum heterologen Impfschema.

Heterologe Impfung: Stärkere Immunantwort gegen Delta

Das heterologe Impfschema wurde bisher nur Menschen unter 60 Jahren empfohlen, welche eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hatten. Aufgrund des vermehrten Auftretens von Sinusvenenthrombosen bei jüngeren Menschen sollte dann die Zweitimpfung mit BioNTech/Pfizer oder Moderna erfolgen.

Um den bestmöglichen Schutz vor der ansteckenden Delta-Variante zu gewährleisten, empfiehlt die STIKO das heterologe Impfschema nun auch Personen über 60 Jahren. Die Kombination – erste Dosis AstraZeneca und zweite Dosis mRNA-Impfstoff – sei der reinen AstraZeneca-Impfung laut STIKO "deutlich überlegen". Zudem sei es wichtig, die Zweitimpfung "zeitgerecht wahrzunehmen", da nach der ersten Impfung nur ein deutlich schwächerer Schutz gegen die Delta-Variante gegeben sei.

Delta-Variante: STIKO empfiehlt Impfabstände

Die STIKO rät zu folgenden Abständen zwischen den erforderlichen Impfungen:

  • BioNTech/Pfizer: drei bis sechs Wochen
  • Moderna: vier bis sechs Wochen
  • AstraZeneca (bei Erst- und Zweitimpfung mit AstraZeneca): zwölf Wochen
  • Heterologes Impfschema: mindestens vier Wochen

Aktualisiert: 02.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin