Bayerischer Booster: Bavarian Nordic entwickelt Impfstoff

Neben BioNTech entwickelt ein weiterer deutscher Pharmahersteller einen Corona-Impfstoff. Das Vakzin des deutsch-dänischen Unternehmens soll besonders als Booster dienen. Bei dem Impfstoff handelt es sich weder um einen mRNA- noch um einen Vektorimpfstoff. Das steckt hinter dem Vakzin "made in Bavaria".

Corona-Viren animiert
© Getty Images/fotograzia

Die Phase-2-Studie für das Vakzin ABNCoV2 ist bereits abgeschlossen, die Ergebnisse sind durchaus positiv zu bewerten. Eine Phase-3-Studie soll 2022 folgen.

Bavarian Nordic – so funktioniert der Corona-Impfstoff

Bavarian Nordic setzt auf einen künstlich hergestellten Protein-Impfstoff. Das menschliche Immunsystem soll auf virusartige Partikel reagieren, welche aus Proteinbestandteilen bestehen und für das Abwehrsystem eine vermeintliche Gefahr darstellen.

Der Körper spricht auf den Proteinmix an und produziert Antikörper, welche auch auf das Spike-Protein von SARS-CoV-2 ansprechen. Infiziert sich der Mensch mit Corona, reagiert das Immunsystem mit einer passenden Antikörperantwort.

Die neuartige Technologie wird als "capsid-Virus-like-Particles" (cVLP) bezeichnet.

Bayerischer Booster mit hoher Wirksamkeit

Der Corona-Impfstoff von Bavarian Nordic soll besonders als Booster für bereits bestehende mRNA- und Vektorimpfstoffe verwendet werden. Erste Studien zeigen hierbei eine hohe Wirksamkeit.

Der Antikörperspiegel kann je nach bereits vorhandenem Impfschutz um das 2- bis 40-fache erhöht werden. Die Wirksamkeit gegen einen schweren Verlauf soll demzufolge nach dem Boostern bei über 90 Prozent liegen. Zudem schützt der Booster sowohl gegen den Wildtyp als auch die Alpha-, Beta- und Delta-Varianten von SARS-CoV-2. Die Schutzwirkung gegen Omikron wird noch ermittelt.

Laut Bavarian Nordic soll der Impfstoff-Kandidat als universeller Booster verwendet werden. Bisher sind keine schweren Nebenwirkungen bekannt.

Aktualisiert: 13.12.2021
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin