BioNTech/Pfizer: dritte Impfung nötig

Die Frage, ob die Corona-Impfung aufgefrischt werden muss, steht schon länger im Raum. Der Impfstoffhersteller BioNTech/Pfizer rechnet mit einem Rückgang der Schutzwirkung nach circa einem halben Jahr.

Impfstoff mit Spritze © Getty Images/CHRISTOF STACHE / Kontributor

Erste Daten aus Israel zeigen, dass die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Krankheitsverläufen sechs Monate nach der zweiten Impfung abnimmt. Dies lässt der Impfstoffhersteller in einer Mitteilung verlauten.

BioNTech/Pfizer rechnet mit dritter Impfung

Das Unternehmen gehe davon aus, dass sechs bis zwölf Monate nach der zweiten Dosis die dritte Auffrischung des mRNA-Impfstoffs folgen wird. Eine laufende Studie zeigt dahingehend "ermutigende Ergebnisse": Es wird davon ausgegangen, dass eine dritte Dosis den Schutz gegenüber den bisherigen Virusvarianten mit einer hohen Wirksamkeit erhalten könnte.

Zudem arbeitet das Unternehmen ebenso wie der Impfstoffhersteller Moderna bereits an einer angepassten Version des Vakzins, um besser auf Virusvarianten reagieren zu können. Alle Daten sollen demnächst in einem Fachjournal publiziert werden.

Insgesamt sei das Unternehmen auf die Auffrischung vorbereitet. Sowohl die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA), als auch die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) wollen die gesamte Datenlage abwarten, bevor Empfehlungen zu einer dritten Impfung ausgesprochen werden.

Aktualisiert: 09.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin