Boosterimpfung: Hält kürzer als gedacht!

Während in Deutschland viele Menschen auch über die Weihnachtszeit die Boosterimpfung erhalten, plant Israel aufgrund der Omikron-Variante bereits mit der vierten Impfung. Das ist auch nötig, denn auch der Booster verliert seine Wirksamkeit.

Frau mit Impfung in Spritze
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Dass mehrere Impfungen notwendig sind, um einen Impfschutz zu erzeugen, ist auch bei anderen Impfstoffen wie der Grippeimpfung, oder den Vakzinen gegen FSME oder Tetanus der Fall. Der Abstand zwischen den einzelnen Auffrischungen kann je nach Vakzin variieren. Der Corona-Booster könnte seine Wirksamkeit bereits nach zwei bis drei Monaten einbüßen.

Boosterimpfung: Dauer der Wirksamkeit könnte abnehmen

Erste Auswertungen aus England weisen darauf hin, dass die Wirksamkeit der Boosterimpfungen ebenfalls abnehmen könnte. Besonders die Omikron-Variante könnte die neutralisierenden Antikörper umgehen und für Durchbruchsinfektionen verantwortlich sein:

  • Grundimmunisierung mit AstraZeneca: Nach der Boosterimpfung mit den mRNA-Impfstoffen erreichten sie eine Wirksamkeit von zirka 60 Prozent. Zehn Wochen nach der Auffrischung lag die Wirksamkeit nach dem Moderna-Booster bei zirka 45 Prozent. Folgte BioNTech/Pfizer auf AstraZeneca, erreichte der Booster nach zehn Wochen nur noch 35 Prozent Effektivität.
  • Grundimmunisierung mit BioNTech: Der Booster mit BioNTech erreichte eine Wirksamkeit von zirka 70 Prozent, nach zehn Wochen sank diese allerdings auf 45 Prozent. Folgte Moderna auf BioNTech/Pfizer, lag die Wirksamkeit des Boosters neun Wochen nach der dritten Impfung allerdings bei 70 bis 75 Prozent.

Da die Datenlage bisher allerdings auf wenigen Zahlen beruht, soll in weiteren Studien ermittelt werden, wie lange die Wirkung der Boosterimpfung anhält. Zudem muss zwischen verschiedenen Personengruppen unterschieden werden, da auch Alter oder Vorerkrankungen eine Rolle spielen könnten.

Israel testet vierte Corona-Impfung

In Israel wird bereits überlegt, die vierte Corona-Impfung für Gesundheitspersonal und Personen über 60 Jahren durchzuführen.

Mitarbeitende eines Krankenhauses in Tel Aviv sollen im Rahmen einer kleinen Studie bereits diese Woche die vierte Corona-Impfung erhalten. Im Anschluss werden die Antikörper vor und nach der vierten Impfung miteinander verglichen, auch Nebenwirkungen können ermittelt werden.

Aktualisiert: 27.12.2021
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin