Corona-Impfung: Myokarditis weiterhin selten

Das Paul Ehrlich-Institut (PEI) stuft die Herzmuskelentzündung (Myokarditis) weiterhin als seltene Nebenwirkung ein. Insgesamt wurden bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren nach der Corona-Impfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer 24 Fälle registriert.

Kind erhält Corona-Impfung
© Getty Images/eyesfoto

Neben allgemeinen Impfreaktionen, welche bereits bei Erwachsenen auftraten, kam es auch in dieser Gruppe zu Herzmuskelentzündungen und weiteren Nebenwirkungen. Insgesamt seien im Untersuchungszeitraum bereits 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche geimpft worden.

Corona-Impfung bei Kindern: Schwere Nebenwirkungen treten selten auf

Das PEI vermerkt die Myokarditis (Herzmuskelentzündung) als häufigste, schwerwiegende Nebenwirkung bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren. Insgesamt wurde von 24 Fällen berichtet. Bei 21 Fällen ist bekannt, ob die Nebenwirkung nach der ersten oder zweiten Impfdosis auftrat, bei drei weiteren fehlt diese Angabe. Während bisher nur zwei Mädchen an der Myokarditis erkrankten, litten 22 Jungen an der Herzmuskelentzündung. 13 Fälle von Myokarditis traten nach der zweiten Impfdosis auf.

Elf der Betroffenen haben die Myokarditis bereits überstanden, sieben weitere Kinder und Jugendliche sind noch erkrankt. Bei sechs weiteren Fällen ist der Ausgang der Nebenwirkung unbekannt, ein Todesfall durch eine Myokarditis ist nicht aufgetreten.

Neben der Myokarditis kam es bei den Geimpften in seltenen Fällen noch zu weiteren schwerwiegenden Nebenwirkungen. Bei sieben Mädchen wurden anaphylaktische Reaktionen gemeldet, sechs Jugendliche erlitten Krampfanfälle.

Aufgrund der Seltenheit der schweren Nebenwirkungen schätzt das PEI das Nutzen-Risiko-Verhältnis der mRNA-Impfstoffe weiterhin positiv ein.

Aktualisiert: 26.08.2021
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin