Corona-Impfung auch während der Schwangerschaft möglich

Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich für die Corona-Impfung bei Schwangeren mit einem "erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände" aus. Grundsätzlich wird das Vakzin für Schwangere von der STIKO aber nicht empfohlen.

Corona-Impfung bei Schwangeren © Getty Images/ NoSystem images

Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die priorisierte Corona-Impfung auch werdenden Müttern empfiehlt, spricht sich die Ständige Impfkommission (STIKO) nur in speziellen Fällen für eine COVID-Impfung aus.

STIKO erweitert Impfempfehlung für Schwangere

Aufgrund des erhöhten Risikos schwangerer Frauen, einen schweren Corona-Verlauf zu erleiden, hat die STIKO die Impfempfehlung für werdende Mütter erweitert.

Frauenärzt*innen können demnach die Impfempfehlung nach individueller Prüfung aussprechen. Die Impfung selbst kann mit entsprechendem Schreiben auch bei Hausärzt*innen oder im Impfzentrum erfolgen. Die Empfehlung der Impfkommission beschränkt sich aber neben Risikopatientinnen auf werdende Mütter "mit erhöhtem Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände".

Ebenso wie ihre engen Kontaktpersonen sollen Schwangere in der Impfreihenfolge in der Priorisierungsgruppe 2 gelistet werden. "Es ist ein Signal an die Politik, aber auch an die betreuenden Frauenärzte, dass man Schwangeren eine Impfung nach individueller Prüfung großzügig empfehlen kann," sagte Marianne Röbl-Mathieu, Vertreterin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in der STIKO, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Aufgrund geringer Studiendaten rät die STIKO allerdings weiterhin von einer allgemeinen Impfempfehlung in der Schwangerschaft ab. In europäischen Ländern und den USA wird der Corona-Impfstoff bereits an werdende Mütter verimpft. Erste Auswertungen weisen hierbei auf geringe Nebenwirkungen und Impfreaktionen hin.

Aktualisiert: 18.05.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin