Impfung bei Stillenden: mRNA nicht in Muttermilch nachgewiesen

Besonders schwangere und stillende Frauen haben Angst, dass die Corona-Impfung Auswirkungen auf das Baby haben könnte. Die Sorge ist laut Angaben der Ständigen Impfkommission allerdings unbegründet – eine erste Studie aus den USA bestätigt diese Aussage.

Mutter stillt Kind © Getty Images/Tatyana Tomsickova Photography

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich bei Schwangeren nicht explizit für eine Corona-Impfung ausgesprochen. Eine Impfung sei in besonderen Fällen durch Rücksprache mit dem*der zuständigen Arzt*Ärztin möglich, generell würde es bisher allerdings zu wenig Daten geben. Stillenden Frauen rät die STIKO hingegen zur Corona-Impfung.

Corona-Impfung: Können sich stillende Mütter impfen lassen?

Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe spricht sich für eine Impfung bei stillenden Frauen aus:

  • Die Impfung zeigt eine gleichwertige Antikörperbildung. Nebenwirkungen und Impfreaktionen treten ähnlich auf wie in der Schwangerschaft und bei Frauen, die nicht schwanger sind.
  • Das Vakzin kann eine Nestimmunität (Schutz durch mütterliche Antikörper) hervorrufen, da die Antikörper, die nach der Impfung gebildet werden, in der Muttermilch nachgewiesen werden können.
  • Nach der Impfung ist keine Stillpause oder -verzicht erforderlich. Die mRNA wird nicht in der Muttermilch nachgewiesen.

Studie: mRNA-Impfstoff nicht in Muttermilch nachgewiesen

Amerikanische Expert*innen bestätigen den Hinweis der STIKO. Die Wissenschaftler*innen werteten insgesamt 13 Muttermilchproben von sieben geimpften Frauen aus. Zwei erhielten das Vakzin von Moderna die anderen fünf den mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer.

Die Proben wurden sowohl vor der Impfung als auch zwischen vier und 48 Stunden danach analysiert. Die Ergebnisse seien wichtige Hinweise, dass die mRNA nicht durch die Muttermilch auf den Säugling übertragen werde. Um die Aussagen zu verifizieren, sollte allerdings eine größere Gruppe an stillenden Müttern untersucht werden.

Aktualisiert: 07.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin