PIMS: Schwere Corona-Langzeitfolge bei Kindern

Langzeitfolgen nach einer Corona-Infektion können nach ersten Angaben des Robert Koch-Instituts jede*n zehnte*n Infizierte*n betreffen. Auch Kinder leiden langfristig an einer COVID-19-Erkrankung. Bei Kindern und Jugendlichen machen sich diese Langzeitfolgen in Form eines Syndroms mit dem Namen PIMS bemerkbar. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Kind mit Maske zum Schutz vor Corona © Getty Images/FamVeld

Das Pädiatrische hyperinflammatorische Syndrom mit Multiorganbeteiligung (PIMS) ist eine neuartige Erkrankung, die als Folge einer Corona-Infektion bei Kindern und Jugendlichen auftreten kann. Das Syndrom ist auch unter dem Begriff Multiinflammatory Syndrome with COVID-19 (MIS-C) bekannt.

PIMS: Anzeichen bei Kindern nach überstandener Corona-Infektion

Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hat bisher 323 Fälle des Syndroms registriert (Stand: 23.05.2021). PIMS tritt meist zwei bis vier Wochen nach der Corona-Infektion auf. Das sind Symptome und Anzeichen:

  • Langanhaltendes Fieber
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Hautausschlag
  • Entzündungen der Schleimhäute
  • Herz-Kreislaufbeschwerden
  • Kopf- und Nackenschmerzen

Von PIMS können auch Kinder und Jugendliche ohne Vorerkrankungen betroffen sein. Um Folgeschäden wie beispielsweise eine Herzmuskelentzündung oder langfristige Erschöpfungssyndrome zu vermeiden, sollte der*die zuständige Arzt*Ärztin schnellstmöglich kontaktiert werden.

Erste Studien zeigen, dass die Betroffenen sich vom Pädiatrischen hyperinflammatorische Syndrom mit Multiorganbeteiligung erholen können. In seltenen Fällen traten ein halbes Jahr nach der Erkrankung aber emotionale Labilität und Muskelschwäche auf.

Aktualisiert: 28.05.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin