Corona-Alarm in der Warn-App oder Symptome? Das ist zu tun!

Um sich vor Corona zu schützen und Infektionsketten zu durchbrechen, gibt es verschiedene Methoden. Doch was zu tun ist, wenn die Corona-Warn-App Alarm schlägt? Wie Sie auf einen positiven Schnelltest oder Selbsttest reagieren und warum Sie bei Erkältungssymptomen immer eine Corona-Infektion ausschließen sollten, lesen Sie hier.

Frau mit positivem Test
© Getty Images/VioletaStoimenova

In seltenen Fällen stecken sich auch geimpfte Personen mit Corona an. Das zuverlässigste Testverfahren nach einem Kontakt zu Infizierten, einem positiven Schnelltest oder bei Erkältungssymptomen, ist weiterhin ein PCR-Test, doch wann und wo erhalten Sie diesen kostenlos?

Rote Corona-Warn-App: So sollten Sie reagieren

Sie sind gerade unterwegs, dann schlägt das Handy Alarm: Die Corona-Warn-App zeigt an, dass Sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Meiden Sie zusätzliche Kontakte und begeben Sie sich auf direktem Weg nach Hause. Sollten Sie bereits Zuhause sein, isolieren Sie sich und befolgen Sie die Hygiene-Regeln. Die App selbst leuchtet rot auf, sobald Sie einer Corona-positiv getesteten Person über einen längeren Zeitraum mit geringem Abstand begegnet sind.

Paragraph 2 der Corona-Testverordnung besagt, dass "Personen die durch die Corona-Warn-App des Robert Koch-Institutes eine Warnung mit der Statusanzeige erhöhtes Risiko erhalten haben" Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test oder Antigen-Schnelltest haben.

Je nach Bundesland kann in öffentlichen Teststellen online ein Termin für einen PCR-Test oder Antigentest vereinbart werden, auch der Grund für den Test, beispielsweise Krankheitssymptome oder eine Warnung durch die App, können hier in der Regel bereits angegeben werden.

Auch in der Corona-Warn-App selbst werden hilfreiche Tipps und Ratschläge, Informationshotlines und mögliche Teststellen im Umkreis aufgeführt.

Ärzte*Ärztinnen hingegen können je nach Situation entscheiden, ob ein kostenloser PCR-Test nötig ist oder ein Schnelltests bereits ausreicht. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten, da nicht alle Arztpraxen kostenlose PCR-Tests anbieten.

Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion besteht, werden folgende Verhaltensregeln nahegelegt. Da auch Geimpfte und Genesene mit SARS-CoV-2 infiziert sein können, sollten diese in einem solchen Fall ebenfalls verantwortungsbewusst handeln:

  • Achten Sie besonders auf die üblichen Hygiene-Regeln und halten Sie Abstand zu Personen in Ihrem Haushalt. Regelmäßiges Händewaschen und Lüften werden ebenfalls empfohlen.
  • Achten Sie auf mögliche Krankheitssymptome. Diese können ebenfalls bei geimpften und genesenen Personen auftreten. Alle Symptome der Omikron-Variante finden Sie hier.
  • Lassen Sie sich testen, auch wenn Sie bisher keine Krankheitssymptome zeigen.
  • Ungeimpfte sollten nach einer Testung die Möglichkeit einer Impfung in Betracht ziehen.
  • Bei Fragen und sonstigen Anliegen hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst weiter. Die Hotline ist unter 116 117 zu erreichen.

Für die Risikoermittlung wird der Zeitraum der vergangenen 14 Tage ermittelt, solange die Corona-Warn-App zu diesem Zeitpunkt aktiviert war.

Positiver Selbsttest oder Schnelltest: Das ist zu tun

Bei einem positiven Schnelltest oder Selbsttest sollten ebenfalls alle Kontakte vermieden und ein kostenloser PCR-Test durchgeführt werden. Wer einen positiven Schnell- oder Selbsttest nachweisen kann, hat einen Anspruch auf einen PCR-Test. Das Ergebnis des PCR-Tests erhält man mittlerweile bereits nach zirka 24 Stunden.

Achtung: Ist ein Schnell- oder Selbsttest positiv, sollten Sie zur Überprüfung unbedingt einen PCR-Test durchführen. Ein weiterer Antigen-Schnelltest kann kein aussagekräftiges Ergebnis bringen.

Erkältung oder Corona: Holen Sie sich ärztlichen Rat

Da die ersten Symptome einer Corona-Infektion nur schwer von einer Erkältung oder Grippe zu unterscheiden sind, sollte auch hier in jedem Fall ein PCR-Test durchgeführt werden. Besonders bei geimpften Personen kann ein Selbsttest falsch-negativ sein und das Risiko einer Übertragung somit erhöhen. Informieren Sie Ihre Arztpraxis im Voraus über Ihre Symptome – meist werden bei Corona-Verdacht andere Eingänge benutzt oder es wurde ein extra Raum für PCR-Tests eingerichtet. Vereinbaren Sie einen Termin.

Nach Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit haben Personen mit Erkältungssymptomen und somit mit einem möglichen Corona-Verdacht Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test.

Corona – sich selbst und andere schützen

Egal, ob geimpft oder ungeimpft: Bei einem positiven Selbsttest, einer roten Corona-Warnung der App oder bei Erkältungssymptomen sollte das Angebot des kostenlosen PCR-Tests genutzt werden, um eine Infektion mit hoher Sicherheit auszuschließen und so mögliche Infektionsketten zu verhindern. So schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Corona-Verdacht oder ein milder Verlauf: Diese Vorbereitungen sollten Sie treffen

Die infektiöse Omikron-Variante trifft auch geimpfte Personen. Die Infektion führt in der Regel zu milden oder mittleren Beschwerden. Für Infizierte gilt weiterhin die Quarantäne-Pflicht. Die Zeit zu Hause kann für viele Erkrankte eine Herausforderung werden. In den sozialen Medien häufen sich deshalb Informationen, wie die häusliche Quarantäne bei einer COVID-Erkrankung überstanden werden kann. Solange Sie auf den Befund des PCR-Tests warten oder trotz einer Infektion fit genug sind, um Ihr Umfeld zu organisieren, sollten Sie Folgendes beachten.

  • Kontaktpersonen informieren: Bei einem Corona-Verdacht oder einer bestätigten Infektion ist es wichtig, enge Kontaktpersonen über die (eventuelle) Infektion zu informieren. Auch diese sollten sich testen lassen. Eigenverantwortung ist aufgrund der hohen Inzidenzen besonders wichtig, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, da viele Gesundheitsämter bei der Kontaktverfolgung an ihre Grenzen stoßen.
  • Freundeskreis um Hilfe bitten: Freunde oder Verwandte sollten kontaktiert werden, um Einkäufe zu erledigen. Zudem sollte der Briefkastenschlüssel bereitgelegt werden, der Müll vom engen Umfeld kontaktlos entsorgt oder der Hund ausgeführt werden. Eine frühzeitige Organisation kann Chaos vermeiden.
  • Haushalt vorbereiten: Auch milde oder mittlere Beschwerden können Sie für einige Tage aus der Bahn werfen. Erledigen Sie wichtige Dinge wie Wäschewaschen oder Geschirrspülen im Voraus, so können Sie es später bei möglichen Beschwerden ruhig angehen lassen.
  • Ärztlichen Rat einholen: Auch bei milden Corona-Verläufen empfiehlt es sich, den*die Hausarzt*Hausärztin zu kontaktieren. Diese*r kann bei etwaigen Komplikationen weiterhelfen und mögliche Arzneien oder Medikamente empfehlen.
  • Sozialen Kontakt halten: Neben der Corona-Infektion kann auch die soziale Isolation zum Problem werden. Wer sich in häuslicher Quarantäne befindet, sollte mit engen Freund*innen und Verwandten telefonieren oder Online-Treffen organisieren. So können Sie den Kontakt zu Außenwelt halten und enge Vertraute sind zudem über Ihren gesundheitlichen Zustand informiert.
  • Ruhig halten: Auch ein milder Corona-Verlauf ist für den Körper eine Herausforderung. Das Immunsystem arbeitet und eine Veränderung des Zustandes ist durchaus möglich. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe und versorgen Sie ihn mit ausreichend Flüssigkeit.

In der Regel führen Corona-Infektionen bei Geimpften zu asymptomatischen, milden oder mittleren Verläufen. Verschlechtert sich der Zustand allerdings, sollte dringend ärztlicher Rat eingeholt oder der Notruf gewählt werden.

Was Sie bei einer milden Corona-Infektion beachten müssen und welche Arzneien sich empfehlen, lesen Sie hier.

Aktualisiert: 12.01.2022 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin