CureVac: Deutscher Corona-Impfstoff zeigt nur geringe Wirksamkeit

Mit dem Corona-Impfstoff des deutschen Herstellers CureVac steht ein weiterer mRNA-Impfstoff kurz vor der Zulassung. Die Bundesregierung hat bereits 24,5 Millionen Dosen des Vakzins bestellt. Doch eine Zwischenanalyse zur Wirksamkeit zeigt ernüchternde Ergebnisse. Mehr zum Corona-Impfstoff von CureVac erfahren Sie hier.

Corona-Impfstoff © Getty images/bombuscreative

Der Corona-Impfstoff von CureVac ist ein mRNA-Impfstoff und funktioniert ähnlich wie das Vakzin von BioNTech/Pfizer. Nun gibt es jedoch einen Rückschlag: In einer Zwischenanalyse erzielt er nur eine niedrige Wirksamkeit.

Niedrige Wirksamkeit von CureVac in Zwischenanalyse

In einer Studie hat der deutsche Impfstoff von CureVac ernüchternde Zwischenergebnisse geliefert: So hat er lediglich eine Wirksamkeit von 47 Prozent gegen COVID-19 gezeigt. Damit läge er noch unter der von der WHO geforderten Wirksamkeit von mindestens 50 Prozent für potenzielle Corona-Impfstoffe.

Aus der zugehörigen Pressemitteilung des Tübinger Unternehmens geht nicht hervor, wie hoch die Wirksamkeit gegenüber einzelnen Virus-Varianten ist. Bis die endgültigen Daten der Studie vorliegen, könnte die Wirksamkeit zwar etwas steigen, wirkliche Sprünge sind allerdings nicht zu erwarten.

Corona-Impfstoff von CureVac: So funktioniert's

Der Impfstoff von CureVac basiert auf der mRNA-Technologie. Die mRNA, auch "messenger RNA", transportiert die Gebrauchsanweisung, die zum Aufbau der Spike-Proteine im Körper benötigt wird. Diese Virus-Proteine spielen für die Verbreitung des Coronavirus im Körper eine entscheidende Rolle.

Nach der Impfung und dem Nachbau dieses Spike-Proteins durch den Körper nimmt dieser das Protein als "fremd" wahr und aktiviert die Immunzellen, um Antikörper sowie T-Zellen zu produzieren. Das Vakzin ahmt somit die Virusinfektion in einer ungefährlichen Weise nach und aktiviert so das körpereigene Immunsystem.

Die mRNA wird nach wenigen Tagen abgebaut und beeinflusst das menschliche Erbgut (DNA) nicht.

CureVac: Studien mit Corona-Impfstoff in der "heißen" Phase

Bereits seit Februar dieses Jahrs läuft die "Rolling Review" der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Die EMA prüft die bereits vorhandenen Daten über das Vakzin bereits vor dem offiziellen Zulassungsantrag, um den Ablauf der Zulassung in der Folge zu beschleunigen.

Die ersten klinischen Studien von CureVac laufen bereits seit Juni 2020. Im Dezember startete zudem eine erste klinische Phase-2b/3-Studie, welche für die Zulassung von besonderer Relevanz ist. Geplant war bisher eine Zulassung Ende Juni. Sobald die Zulassung der EMA vorliegt, kann der Vertrieb des Impfstoffs beginnen. Wie es nun mit der Zulassung weitergeht, ist noch offen.

Nebenwirkungen von mRNA-Impfstoffen: So könnte der Körper auf CureVac reagieren

Erste klinische Studien zeigen eine gute Verträglichkeit des Vakzins von CureVac. Wie bei jedem Impfstoff könnten aber Impfreaktionen auftreten. Die möglichen Nebenwirkungen sind:

Ähnlich wie bei anderen Corona-Impfstoffen können mögliche seltene Nebenwirkungen erst nach großen Impfmengen erkannt werden. Grundsätzlich gilt das Vakzin allerdings als sehr zuverlässig und soll auch gegen die bekannten Corona-Mutationen wirken.

Aktualisiert: 17.06.2021 - Autoren: Alexandra Maul, News-Redakteurin | Dagmar Schüller, Medizinredakteurin und Dipl.-Trophologin