Corona-Impfung: 5 Gründe, warum die Impfung gerade jetzt sinnvoll ist

Trotz geringer Hospitalisierungen und einer stabilen Inzidenzzahl warnen Expert*innen vor der vierten Corona-Welle. Besonders betroffen könnten ungeimpfte Personen sein. Die Argumente gegen das Vakzin sind vielseitig. Viele Menschen treten der Corona-Impfung noch immer mit Skepsis gegenüber. Diese Punkte könnten helfen, unentschlossene oder desinteressierte Personen von einer Impfung zu überzeugen.

Weiterlesen

1. Schutz vor einer schweren Erkrankung

Frau nach Corona-Impfung © Getty Images/Andriy Onufriyenko
1|5

Die Delta-Variante des Coronavirus ist noch einmal infektiöser als der Urtyp. Eine Impfung kann vor einer Infektion oder einem schweren Verlauf schützen. Die Impfung reduziert das Risiko von Lungenversagen, Entzündungen und langen Behandlungen mit Krankenhausaufenthalt. Auch das Risiko späterer Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung kann gesenkt werden.

2. Solidarität gegenüber Kindern und Jugendlichen

Familie am Strand © Getty Images/Oliver Rossi
2|5

Auch Kinder und Jugendliche sind von der Pandemie betroffen. Vor allem die vierte Welle könnte zur Welle der Kinder und Jugendlichen werden. Da unter den Jugendlichen keine hohe Impfquote herrscht und besonders für Kinder unter zwölf Jahren noch kein Vakzin verfügbar ist, sind sie von Schutzmaßnahmen abhängig. Neben Maskentragen und ständigem Lüften im Unterricht können auch geimpfte Erwachsen einen großen Beitrag zum Schutz des Nachwuchses leisten. Je höher die Impfquote bei Erwachsenen, desto geringer ist auch das Infektionsrisiko bei Kindern und Jugendlichen.

Um diese vor erneuten Kontaktbeschränkungen, Schulschließungen und den Langzeitfolgen von COVID-19 zu schützen, sollten Erwachsene daher verantwortungsbewusst handeln.

3. Geringe Virusübertragung für Familie, Freunde und Bekannte

Frau hält Corona-Impfung © Getty Images/Anton Petrus
3|5

Auch vollständige geimpfte Personen könnten sich mit SARS-CoV-2 infizieren und das Virus an andere weitergeben. Das Risiko, andere mit Corona anzustecken, ist allerdings sehr gering. Je mehr geimpfte Personen aufeinandertreffen, desto geringer ist das Risiko einer Virusübertragung für ungeimpfte Personen. Geimpfte Personen schützen nicht nur sich selbst, sondern auch Familie, Freunde, Bekannte oder Arbeitskolleg*innen.

4. COVID-19-Erkrankung gefährlicher als Corona-Impfung

Frau erhält Corona-Impfung © Getty Images/FatCamera
4|5

Alle bisher zugelassenen Corona-Impfstoffe wurden vor der Zulassung ausreichend geprüft und untersucht. Die Corona-Impfung birgt kein größeres Risiko als andere Medikamente und Impfstoffe. Sie sind wirksam, sicher und gut verträglich. Trotz seltener Impfnebenwirkungen sind sich die Expert*innen einig: Der Nutzen einer Impfung überwiegt das Risiko des Vakzins bei Weitem.

Wie bei anderen Impfstoffen oder Medikamenten können zwar auch nach der COVID-Impfung Reaktionen oder Nebenwirkungen auftreten. Meist handelt es sich dabei aber um leichte Symptome wie Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit oder Fieber. Die Impfreaktion hält meist für ein bis zwei Tage an.

Schwere Nebenwirkungen treten nur selten bis sehr selten und nur in Einzelfällen auf – eine*r von 10.000 bis 100.000 Geimpften leidet an einer gefährlichen Impfreaktion. Etwaige Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen, Sinusvenenthrombosen oder das Guillain-Barré-Syndrom treten bei einer Corona-Erkrankung zudem häufiger auf als nach einer Impfung. Mögliche Risiken oder Reaktionen können mit dem*der zuständigen Arzt*Ärztin besprochen werden.

5. Reduziertes Risiko für Virusvarianten

Mann erforscht Viren © Getty Images/Aitor Diago
5|5

Das Coronavirus verbreitet sich weltweit – es wird ansteckender und verändert sich. Aktuell werden elf Varianten von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend und zu beobachtende Mutationen eingestuft.

Mit einer erhöhten Zahl an Infektionen besteht ein höheres Risiko für gefährliche Virusvarianten, welche ansteckender sein oder den bisher effektiven Impfschutz gefährden könnten.

Aktualisiert: 27.09.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin