Omikron-Variante: Das sind die häufigsten Symptome

Das Coronavirus mutiert und verändert sich. Diese Veränderungen können sich beispielsweise auch in einem erhöhten Infektionsgeschehen oder neuen Symptomen widerspiegeln. Während zu Beginn der Pandemie besonders der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns in den Fokus rückten, sind die aktuellen Corona-Symptome nur schwer von einer Grippe oder Erkältung zu unterscheiden. Untersuchungen zufolge zeigen sich bei den Symptomen der Omikron-Variante auch neue Anzeichen, die speziell für Omikron typisch sein sollen. Mögliche Beschwerden bei einer Omikron-Infektion stellen wir Ihnen hier vor.

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Laufende Nase und Schnupfen sind Anzeichen bei Omikron

Frau mit Schnupfen putzt Nase © Getty Images/Westend61
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Eine milde COVID-19-Erkrankung ist oft schwer von einer Grippe, Erkältung oder Allergie zu unterscheiden. Schnupfen ist ein weitverbreitetes Symptom und kann viele Ursachen haben. Eine Auswertung des englischen Corona-Überwachungssystems ZOE, basierend auf den Daten einer Smartphone App, weist allerdings auch bei einer Infektion mit Omikron auf eine laufende oder verstopfte Nase hin. Bei Schnupfen sollten die Kontakte reduziert werden, ein PCR-Test ist zudem der sicherste Weg, um eine Infektion auszuschließen.

Kopfschmerzen auch bei Omikron möglich

Mann mit Kopfschmerzen und Tabletten © Getty Images/boonchai wedmakawand
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Kopfschmerzen treten bei Corona-Infektionen meist zu Beginn der Erkrankung auf und entsprechen meist einem gewissen Krankheitsbild:

  • mäßige bis starke Schmerzen
  • pulsierendes, drückendes oder stechendes Gefühl
  • treten auf beiden Seiten des Kopfes auf und nicht in einem weiteren Bereich
  • Dauer beträgt länger als drei Tage
  • Schmerzmittel helfen nur bedingt

Kopfschmerzen oder auch Migräne können bei Erkältungen und anderen Erkrankungen ebenfalls vorkommen. Dennoch sollte beim Auftreten der beschriebenen Beschwerden ein Schnelltest oder noch besser ein PCR-Test durchgeführt und Abstand zu anderen eingehalten werden – vor allem, wenn noch weitere Corona-Symptome vorliegen.

Müdigkeit bei einer Corona-Infektion mit Omikron oder Delta möglich

Junger müder Mann © Getty Images/Westend61
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Müdigkeit, Erschöpfung (Fatigue) oder ein ständiges Schläfrigkeitsgefühl deuten ebenfalls auf eine Corona-Infektion mit Omikron hin. Das Gefühl, ausgebrannt und ständig müde zu sein, kann auch im Rahmen oder als Folge anderer Virusinfektionen auftreten. Bereits kleine Aufgaben wie Treppensteigen, Einkaufen oder tägliche Arbeiten sind plötzlich enorm anstrengend. Hierbei es wichtig, das Anzeichen ernst zu nehmen, eine Pause einzulegen und ärztlichen Rat zu suchen. Müdigkeit kann nicht nur ein akutes Anzeichen einer Corona-Infektion sein, sie könnte zudem nach überstandener Infektion auf Long-COVID hindeuten.

Betroffene berichten außerdem davon, sich benebelt zu fühlen. Dies wird auch mit dem Begriff "brain fog" bezeichnet.

Niesattacken bei Omikron möglich

Frau muss niesen © Getty Images/Lucia Romero Herranz / EyeEm
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Neben Schnupfen und stark laufender Nase neigen mit Omikron Infizierte auch zu starken Niesattacken. Auch hier gilt: Besser einmal zu viel als zu wenig kontrolliert. Ein Corona-Test soll helfen, eine Infektion zu erkennen. Zudem sollten die Kontakte bei Anzeichen einer Infektion reduziert werden.

Halsschmerzen als Anzeichen einer Omikron-Infektion

Frau mit Halsschmerzen bei Online-Arzt © Getty Images/Marko Geber
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Halsschmerzen treten meist zu Beginn der Infektion auf, die Schmerzen werden im Laufe der ersten Woche meist besser. Bei Kratzen im Hals oder Schluckbeschwerden sollten die Alarmglocken klingeln, da es sich auch um eine Corona-Infektion handeln könnte.

Auch Heiserkeit und eine kratzige Stimme sind Symptome, die in Verbindung mit einer Omikron-Infektion auftreten können. 

Husten weiterhin häufiges Anzeichen

Frau Mit Husten durch Omikron-Infektion © Getty Images/Lambert And Young
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Husten galt lange Zeit als eines der wichtigsten Anzeichen für eine Corona-Infektion. Auch wenn sich die Symptome bei einer Omikron-Infektion anders darstellen können als zu Beginn der Pandemie, zählt Husten noch immer zu den häufigsten Symptomen.

Nachtschweiß bei Omikron möglich

Frau mit Schlafproblemen und Nachtschweiß © Getty Images/demaerre
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In Fallberichten wird zudem auf ein neues Anzeichen für die Omikron-Variante hingewiesen. Die Betroffenen schwitzen besonders in der Nacht stark. Wer am Morgen stark durchgeschwitzt ist oder aufgrund von Nachtschweiß aufwacht, sollte ebenfalls einen PCR-Test durchführen lassen.

Fieber weiterhin mögliches Symptom

Frau mit Omikron misst Fieber © IMAGO/Westend61
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Auch Fieber oder erhöhte Temperatur gehören weiterhin zu den möglichen Symptomen, auch wenn dem Anzeichen mittlerweile weniger Bedeutung zukommt als bei vorherigen Corona-Varianten. Teilweise gehen die Beschwerden auch mit Schüttelfrost, Zittern und Frieren einher. In der Regel tritt das Fieber eher in den ersten Tagen der Infektion auf.

Appetitlosigkeit bei Omikron vermutet

Mann sitzt appetitlos vor Teller © Getty Images/Nes
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Auf Grundlage von Daten aus der ZOE-Study führen Forschende ebenso Appetitlosigkeit als Omikron-Merkmal an. Appetitlosigkeit kann auch bei anderen Viruserkrankungen auftreten. Wer sich schlapp fühlt und keinen Appetit hat, sollte aber sicherheitshalber zu einem Corona-Test greifen.

Magen-Darm-Beschwerden als mögliches Symptom

Frau mit Magen-Darm-Beschwerden durch Omikron © IMAGO/Westend61
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Laut Robert Koch-Institut können auch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Magenschmerzen, Erbrechen oder Übelkeit in Verbindung mit einer Omikron-Infektion auftreten. Vor allem bei Kindern zeigt sich eine Corona-Infektion häufiger durch solche Symptome. Auch Durchfall ist ein mögliches Symptom einer Corona-Erkrankung, das bei Omikron jedoch nicht häufiger auftritt als bei anderen Varianten.

Verfärbte Haut, Nägel oder Lippen

Oxymeter misst Sauerstoffgehalt © Getty Images/Grace Cary
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Besorgniserregende Warnzeichen einer COVID-19-Erkrankung mit Omikron sind laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC blaue oder graue Verfärbungen an den Lippen, der Haut oder den Nägeln, speziell am Nagelbett.

Grund dafür ist ein niedriger Sauerstoffgehalt im Blut, welcher durch eine Corona-Infektion begünstigt werden kann. Bei diesem Warnzeichen sollte dringend ärztlicher Rat gesucht werden.

Schwindel und Ohnmachtsanfälle zu Beginn der Omikron-Infektion möglich

Ohnmächtige Frau auf dem Boden liegend © Getty Images/Rainer Fuhrmann / EyeEm
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Fallberichte zeigen, dass vermehrt Ohnmachtsanfälle (Synkopen) in Verbindung mit einer Corona-Infektion auftreten können. Die Ursache ist bislang nicht geklärt. Fachleute vermuten, dass ein kurzfristiger Sauerstoffmangel für die Synkopen verantwortlich sein könnte.

Schwindel, Herzrasen, Kreislaufbeschwerden und Ohnmachtsgefühle sind ernstzunehmende Warnzeichen. Treten Schwindelanfälle oder plötzliche Ohnmacht auf, wird daher ein Corona-Test empfohlen. Grundsätzlich sollte immer medizinischer Rat gesucht werden, wenn jemandem plötzlich häufiger schwindelig ist oder Ohnmachtsanfälle auftreten.

Daneben kann auch plötzliche Verwirrung kennzeichnend für eine Omikron-Infektion sein.

Rückenschmerzen als Anzeichen für Corona

Mann mit Omikron-Infektion hat Rückenschmerzen © Getty Images/Moyo Studio
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Viele Betroffene einer Omikron-Infektion berichten von Rückenschmerzen, wie die Daten aus Großbritannien nahelegen. Es treten teils heftige Schmerzen auf, die oft schon vor dem positiven Testergebnis zu spüren sind.

Glieder- und Muskelschmerzen möglich

Mann mit Muskel- und Gliederschmerzen © Getty Images/PixelsEffect
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Neben Rückenschmerzen können auch Muskel- und Gliederschmerzen auftreten. Die Beschwerden gehen auch häufig mit einer Erkältung oder anderen Infektionen einher. Sie sind generell mögliche Anzeichen einer Corona-Infektion, jedoch kein typisches Anzeichen für Omikron. Vor allem zu Beginn einer Corona-Infektion werden sie häufiger beobachtet.

Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns

Frau mit Geruchsverlust riecht an Weinglas © Getty Images/Guido Mieth
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Der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns ist eines der bekanntesten Symptome einer Corona-Infektion. Als Anzeichen einer Infektion mit der Delta- oder Omikron-Variante haben diese Beschwerden an Bedeutung verloren und kommen weitaus seltener vor. Neben einem kompletten Verlust der beiden Sinneswahrnehmungen ist es auch möglich, dass Betroffene einen Geruch oder Geschmack anders wahrnehmen als sonst. Dieses Symptom kann auch über die Corona-Infektion hinaus andauern und einige Wochen bis Monate anhalten.

Kurzatmigkeit und Atemnot – nicht nur ein Omikron-Symptom

Kurzatmige Frau ringt nach Atem © Getty Images/Hinterhaus Productions
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Schwierigkeiten beim Atmen und das Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen, sind mögliche Symptome einer Corona-Infektion, können jedoch auch andere Gründe haben. Mit einem Pulsoxymeter, wie er in manchen Fitness-Trackern eingebaut ist, lässt sich die Sauerstoffsättigung im Blut messen. Leiden Sie an Kurzatmigkeit, sollten Sie ärztlichen Rat suchen, um die Ursachen abzuklären. Im Rahmen einer Omikron-Infektion kommt dieses Symptom im Vergleich zu anderen Virusvarianten etwas seltener vor.

Schmerzen in der Brust bei Corona

Frau mit Druck auf der Brust © Getty Images/m-gucci
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Schmerzen im Brustkorb oder anhaltender Druck auf der Brust – gegebenenfalls zusammen mit Kurzatmigkeit oder Husten – können in seltenen Fällen ebenfalls mit einer Corona-Infektion einhergehen. Bei länger andauernden Brustschmerzen ist es ratsam, ärztliche Hilfe zu suchen.

Sehstörungen bei Corona-Infektion

Mann mit Sehstörungen durch Omikron-Infektion © Getty Images/Charday Penn
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In seltenen Fällen kann eine Corona-Infektion auch die Augen betreffen. Dann kann es zu Sehstörungen kommen, die auch noch einige Zeit nach einer Infektion auftreten können. Untersuchungen zeigen, dass sich das Virus in den Zellen der Netzhaut vermehren und diese so schädigen kann. Diese Infektion der Zellen fördert zudem Entzündungsprozesse. Eine andere mögliche Erklärung ist, dass Schäden an Blutgefäßen oder eine Erhöhung des Augendrucks die Sehstörungen verursachen könnten.

Quellen

Aktualisiert: 13.05.2022
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin | Silke Hamann, Medizinredakteurin