Corona-Impfung: Diese Impfstoffe warten auf die Zulassung

Nachdem der Corona-Impfstoff von AstraZeneca von Beginn an im schlechten Licht stand und Probleme und Vorurteile den fortschreitenden Impfvorgang beeinträchtigten, prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) weitere Impfstoffe. Diese Vakzine gegen COVID-19 stehen in der Warteschlange, so funktionieren und so wirken sie bei Corona-Mutationen.

Corona-Impfung © Getty Images/ Andriy Onufriyenko

Weitere Hoffnung erweckende Corona-Impfstoffe verschiedener Hersteller befinden sich gerade in der "Rolling Review". Dies bedeutet, dass die EMA den Impfstoff bereits vor dem offiziellen Zulassungsantrag prüft, um die eigentliche Zulassung unter Betrachtung aller geforderten Daten und Informationen zu beschleunigen. Aktuell befinden sich drei Impfstoffe in der "Rolling Review".

Corona-Impfstoff der CureVac AG

Bei dem Corona-Impfstoff des deutschen Herstellers CureVac handelt es sich, wie bei BioNTech/Pfizer oder Moderna, um einen mRNA-Impfstoff. Ziel des Vakzins CVnCOV ist es, Antikörper gegen das Coronavirus zu bilden.COVID-19 dringt mithilfe eines speziellen Proteins in die Körperzellen ein und verursacht in der Folge die Corona-Infektion.

Der Impfstoff von CureVac liefert mithilfe der Messenger-RNA (mRNA) die Information zur Produktion des sogenannten Spike-Proteins. Im ersten Schritt nach der Impfung lesen körpereigene Zellen die Informationen und beginnen langsam, das Spike-Protein zu produzieren. Die mRNA bleibt nicht im Körper, sie wird nach wenigen Tagen abgebaut.

  1. Das Immunsystem der geimpften Person erkennt das Protein als fremd und reagiert mit der Produktion von Antikörpern und aktiviert zusätzlich T-Zellen (weiße Blutkörperchen) gegen das Protein.
  2. Bei späterem Kontakt mit dem SARS-CoV-2-Virus erkennt das Immunsystem das Protein und kann den Körper vor einer schwerwiegenden Erkrankung schützen.

Start der "Rolling Review" war der 12. Februar 2021.

Vakzin NVX-CoV2373 von Novavax CZ AS

Neben den bereits bekannten mRNA-Impfstoffen (BioNTech/Pfizer, Moderna, CureVac) und dem Vektor-Impfstoff, bei dem ein anderer abgeschwächter Virus als Transportmittel des Spike-Proteins dient (AstraZeneca, Johnson & Johnson), basiert das Vakzin von Novavax auf einer selbst produzierten Proteingrundlage.

Wie bei anderen Impfstoffen soll NVX-CoV2373 den Körper darauf vorbereiten, sich gegen Corona-Infektionen zu verteidigen. Die produzierte Proteinbasis enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor gezüchteten Version des Spike-Proteins hergestellt wurden. Zusätzlich verfügt es über ein Adjuvans, das die Wirkung des Impfstoffs verstärken soll.

Wie bei anderen Impfstoffen auch, erkennt das Immunsystem nach der Impfung das fremde Protein und produziert natürliche Abwehrkräfte in Form von Antikörpern und T-Zellen. Diese können vor einer Infektion schützen und einen schweren Verlauf verhindern.

Der Impfstoff weist zudem eine höhere Wirksamkeit gegen die Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika auf, diese soll bei über 80 Prozent liegen. Nach Beginn der "Rolling Review" Anfang Februar prüft die EMA weitere Daten und Studien, um eine mögliche Zulassung nach dem Antrag schneller in die Wege zu leiten.

Sputnik V: das russische Corona-Vakzin

Seit Anfang März überprüft die EMA auch den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Bei diesem Vakzin handelt es sich um einen Vektor-Impfstoff. Die Informationen des Krankheitserregers von COVID-19 liegen in der Hülle eines harmlosen Virus, auch Vektor genannt.

Die im Vektor enthaltene DNA wirkt ähnlich wie die mRNA als Bauplan des Spike-Proteins. Der Körper reagiert ebenfalls auf diese Anleitung und beginnt, das Spike-Protein zu produzieren. Als Folge reagiert das Immunsystem und bildet die notwendigen Antikörper und T-Zellen.

Aktualisiert: 31.03.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin