Johnson & Johnson: Nervenkrankheit nach Impfung

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson genießt in den USA bisher einen schlechten Ruf. Nachdem bereits mögliche Sinusvenenthrombosen mit dem Vakzin in Verbindung gebracht wurden, warnt die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) vor einer Nervenkrankheit.

Johnson & Johnson: Spritzen und Impfstoff © Getty Images/JUSTIN TALLIS / Kontributor

Das Risiko, an der gefährlichen Nervenkrankheit, dem sogenannten Guillain-Barré-Syndrom zu erkranken, sei gering, aber ein Zusammenhang sei möglich.

Guillain-Barré-Syndrom und Johnson & Johnson: meist bei Männern

Die FDA gab am Montag eine Warnung bezüglich der Nervenkrankheit heraus. Gemeinsam mit der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC werden 100 Fälle überprüft. Die Betroffenen erkrankten kurz nach der Impfung mit dem Einmalimpfstoff von Johnson & Johnson am Guillain-Barré-Syndrom. Bisher ist ein Todesfall bekannt, die meisten erkrankten Personen waren Männer.

Bisher ist nicht bewiesen, ob der Impfstoff die Ursache der Krankheit ist. Insgesamt erkranken nach Schätzungen der CDC circa 3.000 bis 6.000 Menschen in den USA an der Nervenkrankheit. Auslöser sind unter anderem das Grippe- und das Zika-Virus.

Auch nach einer Infektion mit dem Coronavirus wurden bereits Fälle des Guillain-Barré-Syndroms beobachtet.

Nervenkrankheit: Symptome des Guillain-Barré-Syndroms (GBS)

Beim GBS handelt sich um eine akute oder subakute Entzündung im Bereich des Rückenmarks und der peripheren Nerven. Es tritt zu 75 Prozent nach Infektionen auf, aber auch Impfungen können ein Auslöser sein. Das GBS führt zu neuromuskulären Störungen.

Häufige Symptome des Guillain-Barré-Syndroms sind:

  • plötzlich auftretende Schwäche
  • Taubheitsgefühl
  • Kribbeln, Ameisenlaufen oder Prickeln in den Extremitäten
  • lokale Schmerzen in den Extremitäten

Patient*innen mit diesen Symptomen sollten im Krankenhaus beobachtet werden.

Aktualisiert: 13.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin