Kontaktallergien durch Pflanzen: Vorsicht bei der Gartenarbeit!

Frühling und Sommer sind für Allergiker*innen oft keine leichte Zeit. Während andere die ersten Sonnenstrahlen und warmen Tage genießen, leiden Menschen mit Allergien unter Frühblühern. Im späteren Verlauf kommen Gräser hinzu – häufig werden zudem Kreuzallergien auf Lebensmittel ausgelöst. Doch auch der Kontakt mit Pflanzen, beispielsweise bei der Gartenarbeit, kann zu allergischen Reaktionen führen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Frau bei Gartenarbeit © Getty Images/mladenbalinovac

Verschiedene Blumen, Pflanzen oder Gräser können allergische Reaktionen in Form von Heuschnupfen auslösen. Doch auch Hautausschlag und phototoxische Reaktionen auf Pflanzen sind möglich.

Was ist eine Kontaktallergie?

Die Kontaktallergie ist nicht heilbar. Bei dieser Allergieform reagiert eine betroffene Hautstelle auf den Kontakt mit dem Allergieauslöser.

So macht sich die Reaktion bemerkbar:

  • Jucken
  • Hautrötungen
  • Schmerzen
  • Bläschen

Ist der Auslöser der Reaktion bekannt, sollte dieser gemieden werden. Allergien können nach Kontakt mit

  • Kosmetika,
  • Waschmittel,
  • Putz- und Reinigungsmittel,
  • Duftstoffen,
  • Konservierungsstoffen,
  • Schmuck,
  • Pflanzen oder Blumen,

auftreten. Auch bei der Gartenarbeit kann es daher häufig zu Kontaktallergien kommen.

Kontaktallergie bei der Gartenarbeit

Kommt die Haut mit Pflanzen in Berührung, wie beispielsweise bei der Gartenarbeit, kann eine allergische Reaktion ausgelöst werden. So machen sich Kontaktreaktionen im Garten, auf Wiesen oder beim Wandern bemerkbar:

  • Mechanische Reaktion: Stacheln, Dornen oder andere Pflanzenteile schaden der Haut mechanisch. Infolgedessen können Entzündungen entstehen oder Bakterien eindringen.
  • Mechanische und chemische Reaktion: Die Verletzung erfolgt zunächst mechanisch durch Dornen oder Stacheln. Reizstoffe der Pflanze können dann in die Wunde eindringen und eine chemische Reaktion hervorrufen. Eine solche Reaktion kann beispielsweise durch die Brennnessel ausgelöst werden.
  • Chemische Hautreaktion: Diese Art der Kontaktreaktion wird oft durch Pflanzen ausgelöst, deren Milchsaftschläuche, Zellsäfte oder Drüsenhärchen hautreizende und schädigende Inhaltsstoffe enthalten. Besonders Wolfsmilchgewächse können hierbei gefährlich sein. Der Saft besteht unter anderem aus Histamin und Acetylcholin. Besonders der Kontakt des Saftes mit den Augen sollte vermieden werden, um schwere Schäden zu vermeiden.
  • Phototoxische Reaktion: Ein Beispiel für eine starke phototoxische Reaktion sind Furcomarine der Herkulesstaude: Der Kontakt mit phototoxischen Substanzen kann zu Entzündungen der Haut führen. Die Kombination der Substanzen mit dem UVA-Licht der Sonne oder sichtbaren Wellenlängen ist für diesen Vorgang verantwortlich.
  • Photoallergisch: Auch bei der photoallergischen Reaktion gerät die Haut mit phototoxischen Substanzen in Berührung. Die allergische Reaktion erfolgt nach Kontakt mit UV-Strahlung nicht akut – sie zeigt sich oft erst 24 Stunden später in Form von Hautrötungen, juckendem Ausschlag und Schmerzen.
  • Kontaktallergien: Inhaltsstoffe der Pflanzen reagieren mit körpereigenen Proteinen und wirken infolge als Allergene. Hautreizungen können akut in Form von Quaddeln auftreten oder sich als Spätreaktion (allergisches Ekzem) zeigen. Neben der Becherprimel können auch die Hundskamille oder weitere Korbblütler Kreuzreaktionen auslösen.

Tipp: Achten Sie bei der Gartenarbeit darauf, Handschuhe und langärmlige Kleidung zu tragen. Bei starken allergischen Reaktionen sollte medizinischer Rat hinzugezogen werden.

Aktualisiert: 10.06.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin