Moderna-Impfstoff für Kinder: EMA erteilt Zulassung

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat neben dem Vakzin von BioNTech/Pfizer einen weiteren Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche freigegeben. Das Vakzin von Moderna darf bald auch an den Nachwuchs verimpft werden.

Jugendliche werden geimpft © Getty Images/valentinrussanov

Die bisherigen Daten und Studien von Kindern und Jugendlichen zum Corona-Impfstoff von Moderna wurden von der EMA positiv bewertet. Die Ständige Impfkommission (STIKO) steht der flächendeckenden Impfung in dieser Altersgruppe aber weiterhin mit einer gesunden Skepsis gegenüber.

Moderna für Kinder und Jugendliche

Der Corona-Impfstoff wird wie bei Erwachsenen geimpft. Für einen vollständigen Impfschutz werden zwei Injektionen benötigt, welche im Abstand von vier bis sechs Wochen verabreicht werden sollten.

Insgesamt nahmen an einer Studie der EMA mehr als 3.700 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren teil. Das Ergebnis: Der Moderna-Impfstoff zeigt bei Teenagern eine ebenso hohe Wirksamkeit wie bei Erwachsenen (90 bis 95 Prozent).

Bei ersten Studien mit 2.500 Jugendlichen aus den USA lag die Wirkung des Vakzins bei 100 Prozent, die Ergebnisse der Untersuchung gab der Hersteller bereits im Frühling bekannt.

Das Vakzin ist auch für jüngere Personen gut verträglich. Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Schmerzen und Schwellung an der Einstichstelle
  • grippeähnliche Symptome: Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Fieber
  • Müdigkeit

Die Symptome verlaufen meist mild und halten nur wenige Tage an. Schwere Nebenwirkungen wie Erkrankungen des Herzmuskels wurden nicht festgestellt. Aufgrund der bisher kleinen Stichprobengröße sind aber noch keine sicheren Aussagen zu treffen.

STIKO: Impfung für Kinder nur in Ausnahmefällen

Seit 7. Juni können auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Corona-Virus geimpft werden. Aufgrund der geringen Datenlage spricht die STIKO aktuell allerdings keine generelle Impfempfehlung aus. Bisher sollen nur Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen und aus Risikogruppen geimpft werden. Ob eine Impfung ratsam ist, sollte deshalb mit dem*der zuständigen Kinderarzt*Kinderärztin besprochen werden.

Aktualisiert: 29.07.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin