Corona-Impfung: So wirksam sind mRNA-Impfstoffe gegen Virusvarianten!

Sinkende Inzidenzwerte, der Impffortschritt und weitere Öffnungen im Einzelhandel und der Außengastronomie sind erste Schritte raus aus der Pandemie und zurück in ein normales Leben. Doch trotz Impfungen bleibt Vorsicht geboten – Corona-Mutationen und verschiedene Virusvarianten bereiten Wissenschaftler*innen weiterhin Sorgen. Wie mRNA-Impfstoffe gegen die Corona-Mutationen wirken, erfahren Sie hier.

mRNA-Impfstoff © Getty Images/DeFodi Images/Kontributor

So wirken die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna bei verschiedenen Virusvarianten.

Impfschutz trotz Mutation: So wirksam sind die Impfstoffe

Die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe bezieht sich allgemein immer darauf, einen schweren Verlauf sowie eine symptomatische Erkrankung zu verhindern. Eine Ansteckung ist auch trotz Impfung noch möglich. Deshalb können PCR- oder Schnelltests auch mit einem vollständigen Impfschutz positiv ausfallen. Das Risiko eines schweren Verlaufs, das Infektionsrisiko und die Verbreitung bei einer Infektion werden mithilfe der Impfung signifikant reduziert.

Allerdings kann diese Wirksamkeit durch Virusmutationen beeinflusst werden. So wirken die bereits zugelassenen Impfstoffe bei den einzelnen Mutationen.

Wirksamkeit des mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Virusvarianten

Der mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer zeigt gegenüber dem Wildtyp des Corona-Virus eine Wirksamkeit von 92 bis 95 Prozent. So reagiert das Vakzin auf die Mutationen:

  • Alpha-Variante (B.1.1.7): Gegenüber der Alpha-Variante erzielt das Vakzin von BioNTech/Pfizer fast seine volle Wirksamkeit. Der mRNA-Impfstoff schützt zwischen 90 und 93 Prozent vor B.1.1.7.
  • Beta-Variante (B.1.351): Auch gegenüber der Virusvariante aus Südafrika erzielt das Vakzin eine ausreichende Wirksamkeit. Diese fällt allerdings geringer aus als bei der Alpha-Mutation. Der mRNA-Impfstoff schützt effektiv vor einem schweren Verlauf und soll bei einer Wirksamkeit von circa 75 Prozent liegen.
  • Gamma-Variante (P.1): Erste Ergebnisse aus Antikörperstudien zeigen eine verminderte, aber noch effektive Wirksamkeit gegen die brasilianische Virusvariante.
  • Delta-Variante (B.1.617): Mit vollständigem Impfschutz beträgt die Wirksamkeit des Vakzins von BioNTech/Pfizer mehr als 80 Prozent. Der Impfstoff kann das Risiko eines schweren Verlaufs im Falle einer Corona-Infektion ebenfalls senken. Nach einer Erstimpfung liegt die Wirksamkeit allerdings nur bei etwa 33 Prozent.

Wirksamkeit des mRNA-Impfstoffs von Moderna bei Virusvarianten

Der mRNA-Impfstoff von Moderna zeigt gegenüber dem Wildtyp des Corona-Virus eine Wirksamkeit von 90 Prozent. So reagiert das Vakzin auf die Mutationen:

  • Alpha-Variante (B.1.1.7): Als weiterer mRNA-Impfstoff erreicht das Vakzin von Moderna ebenfalls fast die volle Wirksamkeit und schützt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch gegen die Corona-Mutation aus Großbritannien.
  • Beta-Variante (B.1.351): Das Vakzin von Moderna erzielt bei der Virusvariante aus Südafrika ebenfalls eine hohe Immunantwort. Zudem forscht Moderna bereits an der Weiterentwicklung des Vakzins für eine Impfauffrischung gegen die südafrikanische Variante.
  • Gamma-Variante (P.1): Erste Studien mit Antikörpern zeigen eine hohe Wirksamkeit gegen einen schweren Verlauf. Die Immunantwort des Körpers könnte zudem höher sein als die Antikörperstudien vermuten lassen.
  • Delta-Variante (B.1.617): Wie der Impfstoff von BioNTech/Pfizer soll auch das Vakzin von Moderna gegen die Variante, die zuerst in Indien aufgetreten ist wirken. Erste Studien zeigen eine neutralisierende Wirkung.

So funktionieren mRNA-Impfstoffe

Die messenger-RNA, kurz mRNA, transportiert die Information, welche zum Aufbau bestimmter Virus-Proteine im Körper benötigt wird. Diese Proteine sind für die Verbreitung des Virus im Körper verantwortlich. Der Körper erhält eine Art Ausblick auf das Virus und produziert nach der Impfung Antikörper und T-Zellen, welche uns bei Kontakt mit SARS-COV-2 vor einer Infektion schützen. Der mRNA-Impfstoff wird nach wenigen Tagen im Körper abgebaut. Das Vakzin beeinflusst das Erbgut nicht nachhaltig.

Aktualisiert: 18.06.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin