Coronavirus – Themenspezial

Mit enormer Geschwindigkeit verbreitet sich das Coronavirus mit dem Namen SARS-CoV-2. Oft verläuft die durch das Virus ausgelöste Atemwegserkrankung mit dem Namen COVID-19 mild oder sogar völlig ohne Symptome. Doch weltweit steigende Fallzahlen haben auch eine stetig steigende Anzahl an Todesfällen zur Folge. In diesem Themenspezial können Sie sich über das Coronavirus informieren und finden stets aktuelle Informationen.

Coronavirus-Ausbreitung: Aktuelle Zahlen und Prognose

 

Aktuelle Zahlen zum Impfstand

 

 

Aktuelle Zahlen zur Coronavirus-Pandemie

 

 

Coronavirus Spezial-Newsletter

 

 

Erster Coronavirus-Test für zu Hause zugelassen

In der aktuellen Coronavirus-Pandemie ist die Nachfrage nach Tests zum Nachweis einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 enorm. Zunächst konnten solche Tests nur von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. Selbsttests für zu Hause waren zwar im Internet erhältlich, galten jedoch meist als unzuverlässig und mitunter wenig seriös. Im April 2020 hat das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erstmals einen PCR-Test zugelassen, den Betroffene selbst zu Hause anwenden können. Im Jahr 2021 folgte auch die Zulassung für Antigen-Selbsttests. Hier lesen Sie, was dahintersteckt. [galleryteaser nid="281712" title=""] COVID-19: Tests als Mangelware Eine Infektion mit dem Coronavirus ist oftmals schwer zu erkennen, denn COVID-19, die durch das Virus ausgelöste Atemwegserkrankung, kann sehr unterschiedliche Symptome verursachen. Für eine sichere Diagnose gilt ein PCR-Test daher als unerlässlich. Dazu nimmt der behandelnde Arzt einen Abstrich aus dem Mund-, Nasen oder Rachenraum, der anschließend im Labor auf die Erreger untersucht wird. Allerdings sind die Kapazitäten für die Durchführung solcher Tests begrenzt. Gründe dafür sind unter anderem fehlende Materialien, personelle Engpässe oder die hohen Kosten solcher Tests. Deshalb ist in Deutschland klar definiert, wann ein Test auf das Coronavirus durchgeführt wird. Wenn ein Betroffener beispielsweise zwar einen bekannten Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person hatte aber keine Symptome aufweist, wird zunächst auf einen Test verzichtet, vorsichtshalber aber eine häusliche Quarantäne angeordnet. Die Entscheidung über die Notwendigkeit eines solchen Tests liegt beim behandelnden Arzt. Über die genauen Kriterien für die Durchführung eines solchen Tests sowie den Ablauf informieren wir Sie in diesem Artikel. Corona-Testkit für zu Hause als Alternative Im April 2020 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstmals als Alternative zu dem bisherigen Verfahren einen Test zugelassen, der von Privatpersonen selbst zu Hause durchgeführt werden kann. Dabei handelt es sich um den cerascreen® Coronavirus-Test. Ein solches Corona-Testkit kann im Internet bestellt werden. Es wird nach Hause geliefert, wo die betroffene Person selbst einen Rachenabstrich entnehmen kann. Dieser Abstrich wird anschließend von einem Kurier abgeholt und im Labor nach dem als Goldstandard geltenden PCR-Verfahren (Polymerase-Kettenreaktion) untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung liegt spätestens 48 Stunden nach Eingang der Probe im Labor vor. Der Ergebnisbericht liefert darüber hinaus Handlungsempfehlungen zum richtigen Verhalten bei einem positiven oder negativen Testergebnis. Vorteile dieses Testverfahrens Diese Art des Testverfahrens bietet verschiedene Vorteile: Betroffene müssen nicht den Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen, was das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus reduziert. Der Test kann auch dann durchgeführt werden, wenn das bisherige Testverfahren nicht zur Verfügung steht und Betroffenen so Gewissheit bringen. Für medizinisches Personal könnte dieses Verfahren einerseits eine Entlastung darstellen und andererseits das Risiko verringern, sich beim Testen eines Infizierten selbst anzustecken. Wo ist der Unterschied zu bisherigen Tests für zu Hause? Bereits seit längerem waren verschiedene Tests auf das Coronavirus erhältlich, die von Privatpersonen zu Hause durchgeführt werden konnten. Beim Großteil dieser Tests wird jedoch in der Regel statt eines Abstrichs aus dem Rachen das Blut untersucht. Das Ziel solcher Tests ist es, Antikörper gegen das Coronavirus im Blut nachzuweisen. Diese Methode, die auch bei vielen Schnelltests zum Einsatz kommt, gilt allerdings zum sicheren Nachweis einer aktuell vorliegenden Infektion als zu ungenau. Denn solche Antikörper bilden sich oft erst Tage oder Wochen nach einer Infektion, weshalb eine erst seit Kurzem bestehende Infektion leicht übersehen werden könnte. Aus diesem Grund könnten Antikörper-Tests möglicherweise negativ ausfallen, obwohl tatsächlich eine Infektion vorliegt, aber lediglich noch keine Antikörper gebildet wurden. Gut geeignet ist dieses Verfahren hingegen, um im Nachhinein zu überprüfen, ob beispielsweise eine unbemerkte Infektion vorgelegen hat. Gerade in Hinblick auf eine bestehende Immunität spielen Antikörper-Tests daher eine entscheidende Rolle. Im Gegensatz dazu setzt das nun zugelassene cerascreen® Testkit für Privatpersonen auf das wissenschaftlich fundierte Verfahren der Abstrichuntersuchung. Die Auswertung erfolgt in akkreditierten Fachlaboren. Die Ergebnisse gelten damit als genauso präzise wie bei einem Test, der durch einen Arzt durchgeführt wird. Zu beachten ist jedoch, dass der Abstrich genau nach der mitgelieferten Anleitung vorgenommen werden muss. Wo ist der Test erhältlich? Das Corona-Testkit kann direkt beim Anbieter, der cerascreen GmbH, bestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf 149 Euro, einschließlich der Labor- und Versandkosten. Von einigen privaten Krankenkassen werden diese Kosten bereits erstattet. Gibt es noch weitere Corona-Tests für zu Hause? Mittlerweile sind neben PCR-Tests und Antikörper-Tests auch sogenannte Antigen-Tests auf dem Markt erhältlich, um eine akute Infektion mit dem Coronavirus festzustellen. Sie haben zwar den Vorteil, schneller und kostengünstiger zu sein, gelten aber als weniger zuverlässig als ein PCR-Test. Konkret bedeutet das: Positive Ergebnisse müssen anschließend durch einen PCR-Test bestätigt werden. Negative Ergebnisse hingegen bieten keine Garantie dafür, dass man nicht doch infiziert und ansteckend ist. Trotzdem können Antigen-Tests dabei helfen, Personen zu identifizieren, die stark ansteckend sind. Diese Schnelltests werden daher beispielsweise in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eingesetzt, um zumindest hochansteckende Infizierte zu ermitteln. Seit Anfang Februar 2021 dürfen Apotheken Antigen-Tests auch an an Privatpersonen abgeben, sofern die Tests eine entsprechende Zulassung für den Privatgebrauch aufweisen. Ende Februar wurden die ersten Antigen-Schnelltests für zu Hause zugelassen. Im März gelangten dann erste Antigen-Selbsttests auf den Markt: Verschiedene Discounter und Drogerien nahmen die Selbsttests ins Angebot auf. In den USA wurde für das "Lucira COVID-19 All-In-One-Testkit" eine Notfallzulassung als Selbsttest für zu Hause erteilt. Für die Bestellung ist jedoch ein ärztliches Rezept erforderlich. Wer einen Corona-Schnelltest machen möchte, kann sich auch bei einigen Hausärzten, Apotheken, Zahnärzten oder in einigen Städten auch in eigens eingerichteten Schnelltestzentren testen lassen. Die Kosten für einen solchen Antigen-Schnelltest liegen zwischen 40 und 60 Euro, müssen jedoch selbst getragen werden. Eine ärztliche Überweisung ist nicht erforderlich. Am dem 8. März 2021 sollen solche Antigen-Schnelltests durch medizinisches Personal einmal wöchentlich auch kostenlos in Anspruch genommen werden können. mehr