Winterzeit: So tun Sie Ihren Füßen etwas Gutes

Füße im Winter © istockphoto, justinkendra

Der Winter ist für unseren Körper eine große Herausforderung. Besonders unsere Haut leidet stark unter der trockenen Luft und den kalten Temperaturen. Mit am schlimmsten trifft es dabei unsere Füße. Diese werden zur  Herbst- und Winterzeit in warme Schuhe und dicke Socken verpackt. Dort verbringen sie für gewöhnlich den Großteil des Tages und werden erst abends wieder ausgepackt. Das sorgt nicht nur für Hitzestau und wenig Luftzirkulation an unseren Füßen, sondern kann auch zu Beschwerden wie Schweiß- und Winterfüßen führen. Wir verraten, wie Sie Ihre Füße im Winter richtig pflegen und somit Problemen vorbeugen.

Was passiert im Winter? Füße bei kalten Temperaturen

Unser Körper reagiert im Winter auf niedrige Temperaturen, indem er außenliegende Gefäße verengt, um so die Körperkerntemperatur hoch zu halten. Dadurch werden Extremitäten wie Füße oder Hände nicht genügend durchblutet, sodass dort die Temperatur abnimmt. Mit der Zeit werden unsere Füße dann kalt und beginnen zu frieren.

Um nicht an den Füßen zu frieren, packen wir sie im Winter häufig dicker und wärmer ein. Socken und warme Winterschuhe sind jedoch häufig sehr eng und wenig atmungsaktiv. Das lässt zum einen unangenehme Druckstellen und Hornhaut entstehen.

Zum anderen staut sich durch die fehlende Luftzirkulation in den warmen Schuhen die Luft und die Füße beginnen zu schwitzen. Der Schweiß kann jedoch durch die dicken Socken und Schuhe nicht entweichen. In Extremfällen kann dadurch Fußpilz oder ein atopischer Winterfuß, eine Folge trockener Füße, entstehen.

Ursachen von Eisfüßen

Im Winter kommt es ganz besonders auf die richtigen Schuhe an. Denn falsches Schuhwerk kann die Entstehung von kalten Füßen begünstigen, da sich die Blutgefäße an den Füßen noch mehr zusammen ziehen, als es im Winter sowieso schon der Fall ist. Die geringe Durchblutung lässt die Füße frieren.

Weitere Ursachen für Eisfüße können ein niedriger Blutdruck sowie Gefäßerkrankungen, die durch Diabetes, Übergewicht, Rauchen und hohen Blutdruck verursacht werden, sein. Sollten diese Erkrankungen Auslöser für kalte Füße sein, ist es ratsam, einen Arzt zu befragen und den eigenen Lebensstil zu verändern. Mit einer gesunden Ernährung und mehr Bewegung können Betroffene erste Schritte in die richtige Richtung unternehmen.

8 Tipps bei Eisfüßen

Gegen Eisfüße im Winter helfen unter anderem die folgenden Maßnahmen:

  1. Tragen Sie Wärmesocken mit eingenähten Metallfasern, diese halten die Füße ganz besonders warm.
  2. Achten Sie darauf, dass Ihre Winterschuhe nicht zu eng sind, damit eine gute Durchblutung der Füße möglich ist.
  3. Legen Sie Schuhsohlen mit Lammfell in Ihre Schuhe, damit auch Ihre Fußsohlen warm bleiben.
  4. Reiben Sie Ihre Füße mit wärmenden Fußcremes ein. Diese regen die Durchblutung der Haut an und führen so zu warmen Füßen.
  5. Richtiges Sitzen fördert die Durchblutung in den Füßen. Dafür sollten die Beine gemütlich nebeneinander stehen, anstatt übereinander geschlagen zu werden.
  6. Zehen-  und Fußgymnastik kurbeln für einige Zeit die Durchblutung in den Füßen an und lassen diese erwärmen.
  7. Regelmäßige Saunagänge sowie Kneippgüsse und Wechselduschen trainieren die Gefäße. Diese ziehen sich in den Füßen nicht so stark zusammen. Dadurch bleiben die Füße warm.
  8. Fünfminütige Fußbäder mit ätherischen Ölen erwärmen die Füße ganz besonders.

Schweißfüße im Winter: 5 Tipps

Zu dick eingepackte Füße schwitzen in warmen und beheizten Räumen. Der Schweiß kann aus geschlossenen Schuhen nicht so gut entweichen. Das führt dazu, dass er auf der Haut bleibt und durch Bakterien zersetzt wird – dadurch entsteht ein käsiger Geruch. Ein Schweißfuß riecht jedoch nicht nur unangenehm, sondern ist auch besonders anfällig für Pilzerkrankungen. Außerdem stellt ein kalter und feuchter Fuß eine Gefahr für Erkältungen dar.

Folgende Tipps helfen, Schweißfüße zu vermeiden:

  1. Achten Sie darauf, atmungsaktives und wasserdichtes Schuhwerk zu kaufen (Lederschuhe und Schuhe mit TEX-Materialien). Solche Schuhe sorgen für trockene Füße und einen Austausch zwischen warmer Luft im Schuh und frischer Außenluft.
  2. Waschen Sie Ihre Füße täglich und reiben Sie sie danach mit Franzbranntwein ein.
  3. Tragen Sie zuhause vorzugsweise offene Hausschuhe  oder laufen Sie gar barfuß und lassen Sie so oft wie möglich Luft an Ihre Füße.
  4. Sprühen Sie Ihre Schuhe einmal wöchentlich mit Desinfektionsspray ein.
  5. Ziehen Sie dünne Baumwollsocken an, denn diese transportieren den Schweiß besser nach außen als Synthetiksocken und mildern so die Feuchte im Schuh.

Was ist ein atopischer Winterfuß?

Im Winter kann die Haut an den Füßen nicht nur feucht, sondern auch rissig und trocken werden. Das Risiko dafür ist besonders hoch, wenn sie in dicken Schuhen steckt und allgemein wenig Sauerstoff erhält. Das begünstigt dann die Bildung von Hornhaut.

Bei einem atopischen Winterfuß handelt es sich um eine leichte Variante von Neurodermitis. Daher sind oft – jedoch nicht nur – Menschen mit Allergien oder Neurodermitis von atopischen Winterfüßen betroffen. Typische Symptome sind trockene Haut sowie blutige Risse an Fußsohlen und Zehenkuppen. In der Regel sollten Betroffene, genauso wie Menschen mit Schweißfüßen, auf atmungsaktive und wasserdichte Schuhe und Baumwollsocken setzen und Ihre Füße häufig belüften.

Daneben sind auch die folgenden Maßnahmen empfehlenswert:

  • Führen Sie lauwarme Fußbäder mit rückfettenden Badezusatzstoffen durch. Diese machen die Haut geschmeidig und beugen, regelmäßig angewendet, trockenen Füßen vor.
  • Wenden Sie  sich an Ihren Hautarzt. Dieser verschreibt in den meisten Fällen fetthaltige Salben.

Füße im Winter: Die richtige Pflege

Generell empfiehlt es sich, im Winter regelmäßig Fußbäder mit ätherischen Ölen zu machen und dabei die Füße zu massieren. Das fördert die Durchblutung und belebt die Füße. Zudem lohnen sich regelmäßige Fußpeelings. Sie entfernen Schüppchen und erzeugen eine weiche Haut.

Um Hornhaut zu entfernen, empfiehlt es sich, die Haut an den Füßen durch ein Bad aufzuweichen und dann die rauen Stellen mit Bimsstein und Hornhautfeilen zu bearbeiten.

Schöne und gesunde Füße durch Cremes und Lotionen

Die beste Pflege für die Füße stellen aber immer noch reichhaltige Cremes und Lotionen dar. Um im Winter Schäden an den Füßen vorzubeugen, sollten Sie morgens und abends eine spezielle Creme auf Ihre Füße auftragen. Cremes und Lotionen unterstützen die natürliche Talgproduktion und erhalten den Schutzfilm der Haut. Bei besonders rissigen und trockenen Füßen empfiehlt sich eine Creme mit Urea und Aloe Vera.

Inhaltsstoffe wie Eukalyptus, Lavendel und Rosmarin regen dagegen die Durchblutung der Füße an. Dies ist besonders bei kalten Füßen sehr wohltuend und wärmend.

Gegen Schweißfüße eignen sich vorwiegend spezielle Lotionen und Deos mit Aluminiumchlorid. Auf Dauer sollten Sie Deos mit Aluminiumchlorid jedoch nicht einsetzten, da das Metall schädigend wirken kann. Als Alternative können Sie auch Puder verwenden, denn auch Puder hilft dabei, den Schweiß aufzusaugen und für trockene Füße zu sorgen.

Aktualisiert: 10.12.2018 – Autor: Olga Tschesnokowa

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