So geht richtige Haarpflege

Haarpflege beim Duschen © istockphoto, ariwasabi

Haar sind zwar leblose Anhängsel, doch eines unserer auffälligsten äußeren Merkmale. Sie tragen viel zum persönlichen Erscheinungsbild bei und gelten oft als Aushängeschild unserer Befindlichkeit. Verständlich also, dass Schäden am Schopf oder Ausfall der Pracht bei vielen Betroffenen das Wohlgefühl beeinträchtigen.

Wie schnell wachsen Haare?

Haare sind formal betrachtet nur tote Materie – ein Anhängsel der Haut, das in den HaarwurzeIn gebildet wird und schließlich verhornt. Die biegsamen und zugfesten Hornfäden sind in den Haarbalg eingebettet, an dessen Ende neue Haarzellen produziert werden. Diese schieben die alten Haarzellen um etwa 0,30 Millimeter pro Tag nach oben. Die äußere Haarschicht ist so ähnlich aufgebaut wie ein Tannenzapfen und besteht aus diversen ineinander greifenden Schuppen, die miteinander verbunden sind.

Der Haarwuchs beim Menschen verläuft in unterschiedlichen Zyklen, das heißt einige Haare wachsen, während sich andere gerade in der Ruhephase befinden. Verschiedene Faktoren wie Alter, Jahreszeit und der Hormonspiegel spielen ebenfalls eine große Rolle.

Ursachen für Haarschäden

Obwohl abgestorben und weitgehend überflüssig – für viele Menschen gelten Haare als Schönheitssymbol. Doch zahlreiche Einflüsse können das Haar schädigen. Das macht sich besonders im Sommer bemerkbar. Werden Haare von außen angegriffen, beispielsweise durch intensive UV-Strahlung, verschieben sich die Schuppen.

Das Ergebnis: Sie reflektieren das Licht nicht mehr gleichmäßig in eine Richtung, sondern zu verschiedenen Seiten. Dadurch geht der Glanz verloren, das Haar wirkt spröde und stumpf. Ist es arg in Mitleidenschaft gezogen, wird es sogar brüchig.

Nicht nur die Sonne, auch Chlor aus dem Schwimmbad greift die Haarstruktur an, macht sie stumpf und rau. Blondiertes Haar kann sich durch eine chemische Reaktion sogar grünlich verfärben, wenn es mit Chlor in Kontakt kommt. Auch Salzwasser setzt den Haaren zu. Die Salzkristalle reflektieren das Licht, verstärken die Sonnenwirkung und somit die Gefahr von Haarschäden. Daneben setzt auch heißes Föhnen der Haarpracht zu und macht sie trocken und spröde.

Äußere "Haarfeinde" im Überblick:

  • Mechanische Einwirkungen: intensives Kämmen, Bürsten oder Toupieren, straffes Zurückbinden, vor allem immer an derselben Stelle
  • Chemische Einwirkungen: Tönen, Färben, Bleichen, Dauerwellen, häufiges Waschen mit alkalihaltigen Shampoos, Baden in Chlor- oder Salzwasser
  • Physikalische Einflüsse: Sonnen- oder UV-Bestrahlung, übermäßige Hitzeeinwirkungen durch Fön

Auch falsche oder einseitige Ernährungsgewohnheiten können sich auf die Haarpracht auswirken, ebenso akute und chronische Erkrankungen.

Aktualisiert: 04.08.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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