Ayurveda in Medizin und Ernährung

Kurkuma und Ingwer als Heilmittel im Ayurveda
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Im Ayurveda gilt Nahrung als Medizin. So glauben Anhänger dieser Gesundheitslehre, dass sich durch die richtigen Speisen viele Beschwerden bessern oder sogar ganz beheben lassen. Als Grundlage für eine optimale Nahrungszusammensetzung dient im Ayurveda der Geschmackssinn. Man unterscheidet nach ayurvedischer Tradition sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, bitter, herb und scharf. Eine vollständige Nahrung sollte nach ayurvedischer Vorstellung alle diese sechs Geschmacksrichtungen enthalten.

Ernährung im Ajurveda

Die Speisen sollten mit "Ghee" (gekochter ausgelassener Butter) zubereitet werden. Ghee ist frei von Eiweiß oder Wasser und kann daher stark erhitzt werden, damit auch die Gewürze ihre ätherischen Öle entfalten können.

Gewürze spielen in der ayurvedischen Küche eine ganz zentrale Rolle. Mit ihrer Hilfe können Mahlzeiten bekömmlich und leicht verdaulich gemacht werden und sie unterstützen die Wirkung von Speisen oder steuern ihr entgegen – je nach Wahl.

Grundsätzlich werden nach der Ernährungslehre des Ayurveda wesentlich weniger Fleisch und Eiweiß, dafür viel mehr Gewürze verwendet als in der deutschen Küche.

Ölgüsse und Ölmassagen

Zum Erhalt der Gesundheit und der Vorbeugung von Verschleißerscheinungen, aber auch bei bestimmten Erkrankungen wird die sogenannte Panchakarma-Kur durchgeführt, bei der im Körper angesammelte schädliche Stoffwechselrückstände entfernt werden. So soll das körpereigene Gleichgewicht der drei Bioenergien wieder hergestellt werden. Bei dieser mindestens zehntägigen Kur werden zahlreiche Behandlungen mit verschiedenen Fetten und Ölen eingesetzt.

Bei den Ölmassagen (Abhyanga) wird ein für jeden Patient individuell hergestelltes Ölpräparat verwendet, das erst angewärmt wird und dann gleichzeitig von zwei bis vier Therapeuten einmassiert wird. Die Ölmassage hat eine sehr entspannende Wirkung und führt zu einer allgemeinen Verbesserung der Abwehrkräfte. Auch Gussbehandlungen werden nicht etwa wie in der Kneipp-Lehre mit Wasser, sondern ebenfalls mit speziellen Ölen durchgeführt. Hier unterscheidet man Ganzkörpergüsse oder Kopfgüsse.

Aktualisiert: 05.01.2017
Autor*in: Meine Gesundheit

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