Was sind Warzen?

Warze am Fuß © istockphoto, ArveBettum

Warzen werden durch einen Virusinfekt hervorgerufen, haben aber weniger mit Hygiene als mit einem geschwächten Abwehrsystem zu tun. Die Anfälligkeit unseres Körpers für Warzen kann ausgelöst werden durch seelische Belastungen, übermäßige körperliche Anstrengungen, Schwangerschaften, schwere Operationen oder bestimmten Systemerkrankungen. Maßgebend sind aber auch Faktoren, die eine Stoffwechselstörung oder eine Verletzung der Hautoberfläche bedingen und dadurch günstige Infektionsvoraussetzungen schaffen und die Ansteckungsgefahr erhöhen.

Wer ist anfällig für Warzen?

Die Empfänglichkeit für Warzen ist von Mensch zu Mensch verschieden: Besonders anfällig sind Kinder, da ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist, sowie Menschen über 50 Jahre. Die Ansteckungsgefahr steigt, wenn die Hautbarriere schon vorgeschädigt ist, z. B. durch Schweiß, Kälte oder schlechte Durchblutung. In die dünne trockene Haut können Warzenviren viel einfacher eindringen. Extrem ansteckend sind blutende Warzen, deshalb ist es wichtig, nicht an einer Warze herumzukratzen.

Wo können sich Warzen überall ausbreiten?

Es sind bisher 66 Warzenviren bekannt. In den meisten Fällen handelt es sich um gewöhnliche Warzen, die sich überall am Körper, bevorzugt aber an Händen, Füßen und im Gesicht sowie unter den Fingernägeln ausbreiten.

Warzenviren gelangen durch kleine Verletzungen in die obere Hautschicht. Nach mehreren Wochen beginnen sich an der Hautoberfläche Hautwucherungen zu bilden. Die Viren vermehren sich und können bei Berührung freigesetzt werden, sodass auch andere Hautstellen oder andere Menschen angesteckt werden.

Bei idealen und feuchten Vermehrungsbedingungen können Warzen auch direkt ansteckend sein.

Aktualisiert: 25.09.2018 – Autor: Dr. Kaske

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