Was verursacht einen steifen Hals?

Frau hat steifen Hals © istockphoto, GeorgeRudy

Ziehen im Nacken, der Kopf lässt sich kaum noch bewegen, der Schmerz strahlt in Schulter und Rücken aus. Der erste Impuls: Bloß nicht bewegen! Grundverkehrt, denn Bewegung und Wärme sind die beste Behandlung gegen einen steifen Hals oder steifen Nacken. So weh es auch tut, hinter einem "steifen Hals" stecken meist Muskelverspannungen und Verkrampfungen, die durch falsches Sitzen oder Liegen entstehen. Diese Nackenschmerzen ebenso wie Rückenschmerzen entstehen vermutlich durch verschleißbedingte Prozesse in Wirbelsäule und Bandscheiben – eine Folge von falscher und zu wenig Bewegung.

Ursachen für einen steifen Nacken

Aber eine Muskelverspannung alleine verursacht noch keinen steifen Nacken. Erst wenn Kälte oder Zugluft dazu kommen, kommt es zu den unangenehmen Schmerzen. Ein Beispiel hierfür ist die Fahrt im offenen Auto mit einem verschwitzten Hemd, ein anderes Beispiel das offene Fenster in einer kühlen Nacht.

Was die genaue Ursache ist, ist bis heute noch nicht definitiv geklärt. So wird zum Beispiel darüber spekuliert, dass der Muskel verkrampft oder darin mikroskopisch kleine Blutungen oder Risse entstehen. Dies kann passieren, wenn der Muskel kalt ist und sich plötzlich bewegen muss.

Was hilft im akuten Fall?

Im akuten Fall helfen Wärme und eine sanfte Massage gegen einen steifen Hals. Die Wärme bewirkt eine stärkere Durchblutung des Muskels. So werden die Schmerzen gelindert und kleine Verletzungen können schneller wieder abheilen. Wichtig ist es außerdem, sich vorsichtig und nicht ruckartig zu bewegen.

Steifer Hals: Wie kann man vorbeugen?

Fast immer ist die Muskulatur bei solchen Beschwerden unterentwickelt. Neben einer aufrechten Haltung, Schutz vor Zugluft und Entspannungsübungen ist es vor allem Bewegung, die hilft. Wer sich bewegt, erhöht die Stabilität seiner Knochen und kräftigt die Muskulatur. Selbst bei stärkeren Schmerzen sollte man nicht längere Zeit im Bett verbringen.

Im Gegenteil: Regelmäßiges körperliches Training kann die Schmerzen reduzieren oder im Idealfall ganz verschwinden lassen. Untrainierte Menschen sollten täglich fünf bis zehn Minuten spazieren gehen, Rad fahren oder schwimmen. Absolute Sportmuffel sollten wenigstens die Treppen statt dem Aufzug nehmen oder öfter mal aufs Auto verzichten und zu Fuß gehen.

Aktualisiert: 24.02.2020

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