Brokkoli und Blumenkohl – die Gesundmacher

Blumenkohl © rawpixel

Auch wenn sie sich in Größe und Farbe stark unterscheiden, so haben Brokkoli und Blumenkohl doch Vieles gemeinsam. Allem voraus: sie zählen zu den gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Sowohl Brokkoli als auch Blumenkohl sollen nicht nur mit Vitaminen das Immunsystem stärken, sondern sogar gegen verschiedene Krebsarten helfen und den UV-Schutz der Haut verbessern.

Brokkoli und Blumenkohl – Inhaltsstoffe und Kalorien

Brokkoli liefert jede Menge Vitamin C – sogar doppelt so viel wie Blumenkohl – und schützt dadurch vor Erkältungen. Außerdem stecken in einer durchschnittlichen Portion etwa 115 Milligramm Kalzium – für ein Gemüse relativ viel. Deshalb ist Brokkoli eine wertvolle Kalziumquelle für Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz.

Hinzu kommen sowohl bei Brokkoli als auch bei Blumenkohl nicht zu verachtende Mengen an:

Gleichzeitig zählen Brokkoli und Blumenkohl zu den sehr kalorienarmen Gemüsesorten. Werden sie schonend gedämpft, stecken in 100 Gramm des Gemüses gerade einmal 25 Kalorien. Trotzdem enthalten Brokkoli und Blumenkohl jedoch relativ viele Ballaststoffe und Chrom, was sie zu idealen Lebensmitteln bei einer Diät macht.

Brokkoli und Blumenkohl – gesund und vitaminreich

Schon vor einiger Zeit entdeckten Wissenschaftler die krebsvorbeugende und sogar krebshemmende Wirkung von Brokkoli.

Dessen Inhaltsstoff Sulforaphan erwies sich in mehreren Studien als hilfreich gegen:

Dabei soll durch den regelmäßigen Genuss von Brokkoli Krebs vorgebeugt und sogar bei einer vorliegenden Erkrankung das Tumorwachstum gehemmt werden.

Dieselbe Wirkung vermuten Forscher auch bei anderen Kreuzblütlern, unter anderem auch bei Blumenkohl. Durch ihre lockere, zarte Struktur sind beide Gemüsearten leicht verdaulich und gut zu kauen. Daher eignen sich Brokkoli und Blumenkohl auch für die Ernährung von Kranken und Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten.

5 Fakten über Brokkoli (Infografik)

5 Fakten über Brokkoli – © Silke Hamann

Brokkoli und Blumenkohl – zum Kochen fast zu schade

Um all ihre wertvollen Inhaltsstoffe optimal nutzen zu können, sollten Brokkoli und Blumenkohl nur schonend verarbeitet werden. Bei vielen Rezepten wird geraten, das Gemüse zu kochen. Dabei ist es viel gesünder, Brokkoli und Blumenkohl nur leicht zu dünsten. So lassen sie sich dann für verschiedenste Rezepte zubereiten, beispielsweise als Brokkoli-Auflauf oder Blumenkohl mit gerösteten Semmelbröseln, gekochten Eiern und Schinken.

Rohkost-Liebhaber lassen sich Brokkoli auch ganz roh als Brokkolisalat mit Balsamico-Vinaigrette schmecken. Im Winter ist besonders die Brokkolicremesuppe oder heißes Blumenkohl-Gratin beliebt. Wird das Gemüse als ganzer Kopf gegart oder gekocht, sollte man vorher den harten Strunk mit einem Messer einritzen, damit er gleichzeitig mit den Röschen fertig wird.

Brokkoli und Blumenkohl kaufen, lagern und verarbeiten

Blumenkohl gibt es sowohl in der klassischen weißen Sorte, als auch in grünen und violetten Variationen. In jedem Fall sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Gemüse keine dunklen Flecken aufweist, denn das deutet auf lange, unsachgemäße Lagerung hin.

Empfehlenswert ist es, Blumenkohl im Ganzen, mit seinen großen grünen Blättern zu kaufen, denn diese umhüllen die zarten Röschen und schützen diese vor Stößen und Austrocknen. Sind die Blätter und der Strunk kräftig grün und die "Blume" reinweiß, ist der Blumenkohl frisch und gut. Er sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen verarbeitet werden, lässt sich jedoch auch gut einmachen oder – in blanchierter Form – einfrieren.

Frischen Brokkoli erkennt man an knackigen, grünen Blättern und einer geschlossenen Blume. Aufgeblühter Brokkoli ist ungenießbar und dürfte nicht mehr verkauft werden. Auch Brokkoli sollte zu Hause möglichst schnell verarbeitet werden. Davor wird er unter Frischhaltefolie im Kühlschrank gelagert. Gründlich gewaschen, in kleine Röschen zerteilt und blanchiert darf Brokkoli auch bedenkenlos eingefroren werden.

Aktualisiert: 08.10.2018 – Autor: Kristina Klement

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