Zucchini – Kleine Schwester vom Kürbis

Zucchini © istockphoto, margouillatphotos

Zucchini erfreuen sich seit den 80er Jahren großer Beliebtheit in Deutschland. Und da dieses Gemüse wenig Eigengeschmack hat, lässt es sich in nahezu allen Variationen zubereiten. Wer genießt im Sommer nicht gerne einen leichten Zucchini-Salat oder einen leckeren Auflauf mit Zucchini, Tomaten und Hackfleisch? Dabei sind Zucchini reich an Vitaminen, haben einen hohen Wassergehalt und wenig Kalorien. Zudem ist sie leicht verdaulich, sodass sich ein Rezept mit Zucchini deshalb optimal für eine Diät. Feinschmecker wissen sogar die gelbe Blüte des Rankengewächses als besondere Delikatesse zu schätzen. Auf dem Grill macht sich die Zucchini besonders gut – und wenn die Saison vorbei ist, lassen sich Zucchini auch leicht einfrieren: Am besten vorher in Stücke schneiden und schon einmal portionieren.

Zucchini sind voller reichhaltiger Nährstoffe

Zwar bestehen Zucchini zum größten Teil aus Wasser, doch sind sie auch reich an Kohlenhydraten, Eiweißen, Ballaststoffen, Natrium, Kalium und Kalzium. Außerdem ist die Zucchini als Spender von Vitamin A und Vitamin E bekannt. Kurzum: Rezepte mit Zucchini sind heute aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken.

Wer seinen eigenen Gemüsegarten mit ihr bereichern möchte, braucht in der Regel nicht mehr als zwei Pflanzen, um den Bedarf einer vierköpfigen Familie zu decken, denn die Zucchini trägt viele Früchte. Dazu sollte jeder Pflanze etwa anderthalb bis zwei Quadratmeter Platz zustehen. Zwar ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser wichtig, doch Vorsicht – auf kalte, regnerische Sommer reagieren Zucchini empfindlich. Optimal werden sie bei ungefähr 15 Zentimeter Länge und 200 Gramm Gewicht geerntet, um den zarten Geschmack zu garantieren.

Zucchini: Kleine Schwester vom Kürbis

Die Zucchini fand ihre Verbreitung in Europa über Italien, wo sie seit dem Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Gartenkürbis gezüchtet wurde, was auch der Name verrät: kleiner Kürbis. Am 7. Mai hat sie dort auch noch ihren eigenen Tag: den giorno del zucchetto, da in der Zeit von Mitte April bis Mitte Mai gesät wird. Werden Zucchini nicht wie üblich bei einer Länge von zehn bis 20 Zentimetern geerntet, werden sie auch so groß wie ein Kürbis und erreichen ein Gewicht von bis zu fünf Kilo.

Ihre Form kann länglich oder rund sein. Es gibt gelbe und grüne Züchtungen, wobei verschiedene Schattierungen und auch Streifen vorkommen. Sie werden in der Zeit zwischen Juni und Oktober geerntet und sollten nach etwa zwölf Tagen verzehrt werden. Temperaturen unter acht Grad und eine Lagerung neben Äpfeln oder Tomaten lassen die Zucchini durch abgesonderte Ethyle jedoch schneller verderben.

Einfache Zubereitung und leckere Rezepte

Der Vegetarier lässt sich die Zucchini-Tortilla schmecken: Dazu einfach Zucchini und Frühlingszwiebeln mit etwas Knoblauch anbraten, Eier mit Thymian, Petersilie, Salz und Pfeffer sowie einer Zitronenschale verquirlen, Kirschtomaten darauf verteilen und das Ganze dann im Backofen garen lassen. Wer nicht auf Fleisch verzichten will, kann sich auf Zucchini-Schiffchen freuen – zum Beispiel mit gekochtem Schinken, Gouda und Tomatensauce.

Wem schmeckt an einem kalten Winterabend nicht Zucchinisuppe mit roten Paprika, Zwiebeln, Schmand und einem Schuss Weißwein, verfeinert mit etwas feurigem Chilli. In ihrer Heimat sowie im ganzen mediterranen Raum ist sie als Ratatouille-Zutat sehr geschätzt. Auch gefüllte Zucchini mit Hackfleisch sind beliebt – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Rezept mit Zucchini

Rezept für Zucchini-Auflauf mit Hackfleisch frisch aus dem Ofen für zwei Personen. Folgende Zutaten werden zur Zubereitung benötigt:

  • 350g Kartoffeln
  • 2 mittlere Zucchini
  • 1 mittlere Tomate
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 250g Hackfleisch
  • Crème Fraiche
  • Salz und Pfeffer

Bei der Zubereitung ist wie folgt vorzugehen: Zucchini, Kartoffeln und Tomaten klein schneiden, salzen und pfeffern und in die Form für den Auflauf geben. Mit Brühe übergießen und eine halbe Stunde bei 180 Grad garen. Das gewürzte Hackfleisch mit Crème Fraiche verfeinern und eine weitere halbe Stunde im Ofen backen lassen.

Aktualisiert: 07.06.2017 – Autor: Daniela Heinisch

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