Krankes Kind

"Mama, mir tut der Bauch weh!". Wenn Kinder sprechen können, sind sie auch in der Lage, sich mitzuteilen, wo es kneift und zwickt. Wobei Kinder auch oft über Bauchweh klagen, aber eigentlich unter Kopfschmerzen leiden. Kinder bis etwa zum sechsten Lebensjahr können Schmerzen kaum orten. Sie projizieren alles in den Bauch. Meist geben sie Schmerzen in der Nabelgegend an – auch wenn zum Beispiel wegen einer Angina der Hals weh tun müsste.

Wie können Eltern ernsthafte Erkrankungen erkennen?

Säuglinge und Kleinkinder können sich noch nicht präzise mitteilen. Gerade bei ihnen ist es für Eltern daher oft schwer, auf Krankheitszeichen richtig zu reagieren und abschätzen zu können, ob nicht "mehr dahintersteckt“. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass ein Kind, das beispielsweise trotz Fieber spielt, nicht schwer krank ist. Auch ein laut schreiendes Kind ist wahrscheinlich auch nicht bedrohlich krank.

Gefährlich wird es erst, wenn das Kind lethargisch ist, keinen Blickkontakt hält oder leise wimmert. Weitere ernst zu nehmende Anzeichen können sein: Das Kind spielt oder lacht weniger als sonst. Es lässt sich nur schwer beruhigen. Es klammert sich in übertriebener Weise an die Eltern. Zu Zeiten, in denen es sonst hellwach ist, erscheint es sehr müde.

Erhöhte Temperatur - Fieber - hohes Fieber

Der Griff zum Fieberthermometer ist meist der erste Schritt auf der Suche nach eventuellen Krankheiten. Bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren sollte die Körpertemperatur nicht im Mund, sondern im After gemessen werden. Doch: Fieber selbst ist keine Krankheit, sondern ein Krankheitszeichen (Symptom). Es zeigt an, dass sich der Körper mit einer Erkrankung auseinandersetzt. Die normale Körpertemperatur eines Kindes liegt zwischen 36,5 Grad Celsius (°C) und 37,5 °C. Bis zu 38,5 °C spricht man von erhöhter Temperatur.

Steigt die Thermometertemperatur noch höher, hat das Kind Fieber. Ab 39,5 °C spricht man von hohem Fieber. Ein Kind, das eine fieberhafte Erkrankung ausbrütet, kann zunächst stiller als gewöhnlich werden. Vielleicht ist auch der Appetit schlechter oder das Schlafbedürfnis größer.

Aktualisiert: 22.06.2012 – Autor: pgk

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?