Einschlafen von Baby und Kleinkind – alleine schlafen

Das Thema Babyschlaf ist unter Experten wie Eltern umstritten: Sollten Säuglinge bei den Eltern im Bett oder in einem eigenen Kinderbett schlafen? Wo schlafen Babys sicher und gut? Wir haben die Vor- und Nachteile von Co-Sleeping und wenn Kinder alleine schlafen für Sie zusammengetragen.

Einschlafen – aber alleine

Auch Babys haben in der Nacht verschiedene Schlafzyklen, in denen sich Tiefschlafphasen und die leichteren Traumphasen abwechseln. Zwischen diesen Phasen wird das Kind kurz wach. Entscheidend ist, ob es dann von alleine wieder in den Schlaf findet oder richtig wach wird und weint.

Deshalb ist es wichtig, dass Babys lernen, auch von alleine einzuschlafen. Also nicht durch Schaukeln, durch Wiegen, in Mamas Arm oder an der Brust. Eine falsche Einschlafhilfe kann zum Beispiel das stundenlange Umherfahren mit dem Auto oder Kinderwagen sein. Denn die Kleinen gewöhnen sich daran, ausschließlich durch Bewegung einzuschlummern.

Die Hilfe: ein einheitlicher Tagesablauf und schöne Rituale

Erst mit etwa 6 Wochen lernen Babys allmählich, Tag und Nacht zu unterscheiden. Aber auch dabei muss ihnen geholfen werden. Nämlich, indem die Eltern ihnen den Unterschied klar machen. Das bedeutet: Am Tag ist es hell, es wird gespielt und gegessen. In der Nacht ist es dunkel und ruhig und es wird geschlafen.

Je besser der Tag strukturiert ist und je einheitlicher die Tage verlaufen, umso leichter findet das Kind abends bzw. nachts zur Ruhe. Wichtig ist vor allen Dingen die Einhaltung fester Schlafenszeiten. Rituale können den Kleinen helfen, sich für die Nacht von ihren Eltern zu trennen und sich zu entspannen:

  • Das Baby sollte möglichst dort einschlafen, wo es auch wieder aufwacht. Schläft es zum Beispiel an der Brust beim Stillen ein und wacht dann plötzlich in seinem Kinderbettchen auf, ist es zu Recht verwirrt. Außerdem will es dann sofort wieder an die Brust.
  • Der immer gleiche abendliche Ablauf beim Zubettgehen schafft Sicherheit und ermöglicht einen guten Abschied vom Tag: zum Beispiel Baden, Stillen beziehunsweise Füttern, Wickeln, ausgiebiges Kuscheln, ins Bettchen legen, Gutenachtlied singen, Beten oder Spieluhr.
  • Achten Sie darauf, dass das Kind am Abend nicht mehr komplett "aufdreht" und durch die Wohnung tobt, sondern dass der Tag langsam und ruhig ausklingt.
  • Sorgen Sie für eine gute Schlafatmosphäre: Zimmer abdunkeln, gut durchlüften, Kind vor Lärm abschotten.
  • Vielen Babys tut es gut, wenn sie zur Beruhigung eng in eine Decke eingewickelt werden. Diese Begrenzung gibt ihnen Halt und Sicherheit und verhindert Schlafunterbrechungen durch ruckartige Bewegungen.

Aktualisiert: 11.10.2017 - Autor: Ina Mersch

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