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Sonnenbrille: Schutz für Kinderaugen

Ob Sand- oder Pflasterstrand, Grünanlage oder Gebirgswiese: Draußen spielen ist für Kinder das Größte. Sonnencreme und Kopfbedeckung bekommen die Kleinen meist verpasst, auf die Sonnenbrille denken dagegen nur wenige Eltern. Zu unrecht, denn die Kinderaugen sind besonders empfindlich und schutzbedürftig. Die Augen von Kindern sind klarer und lichtdurchlässiger als die von Erwachsenen: Pigmente, die dem Auge einen natürlichen Eigenschutz gegen Licht und UV-Strahlung verleihen, entwickeln sich erst mit den Jahren. Daher können Kinderaugen den gefährlichen kurzwelligen Strahlen nur wenig entgegensetzen.

Auch Kinder sollten Sonnebrillen tragen

Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen: „Sind die Augen der Kleinen dauerhaft extremer Sonnenbestrahlung ausgesetzt, besteht das Risiko bleibender Schäden durch die UV-Strahlen.“ Was viele Eltern nicht wissen: Auch Kinder können und sollten Sonnenbrillen tragen – zwar nicht ständig, aber immer dann, wenn auch ein Sonnenhut und Sonnencreme angebracht sind. Kruschinski: "Kein Kind sollte ohne ausreichenden Schutz länger in der prallen Sonne spielen – und "Schutz" bezieht sich auf die Augen genauso wie auf die Haut oder den Kopf. Hut, Brille und Creme sind das ideale Trio."

Kindersonnenbrillen sind kein Spielzeug

Sonnenbrillen müssen auf Kindernasen und in Kinderhänden einiges aushalten. Sie dürfen nicht schlampig verarbeitet sein, keine scharfen Kanten haben und keinesfalls brechen – hier droht Verletzungsgefahr! Eine mindere Qualität bei der Fassung kann oft auch als Hinweis auf schlechte Brillengläser gewertet werden. Und schlechte Gläser sind gefährlich: Hinter einer Sonnenbrille weiten sich die Pupillen – wenn dann der UV-Schutz nicht stimmt, können die gefährlichen Strahlen ungehindert hindurch gelangen und das Kinderauge schädigen.

Doch auch die beste Kindersonnenbrille bietet keinen Schutz, wenn sie nicht getragen wird. Die Schwierigkeit: Kinder äußern nicht, wenn die Brille drückt oder unbequem ist, machen aber in Punkto Bequemlichkeit auch keine Kompromisse. Eine unbequeme Brille, die drückt oder rutscht oder beim Spielen behindert, wird dann einfach nicht getragen oder irgendwo "vergessen".

Daher: Kaufen Sie Kindersonnenbrillen nicht im Spielwarengeschäft, sondern beim Augenoptiker. Dort können Sie nicht nur sicher sein, dass die Qualität stimmt, sondern er kann die Brille auch gleich ideal an die Kopfform der Kleinen anpassen. Dabei darf auch das Aussehen nicht zu kurz kommen, meint Kerstin Kruschinski: "Mein Tipp als Mutter: Nehmen Sie ihr Kind mit zum Augenoptiker, wenn Sie eine Kindersonnenbrille aussuchen. Wenn es mitentscheiden darf, trägt es seine Brille gern und häufig."

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinderaugen sind empfindlicher für UV-Licht als die Augen Erwachsener.
  • Zum Sonnenschutz für Kinder gehört die Sonnenbrille ebenso wie Kopfbedeckung und Creme.
  • Kindersonnenbrillen sollten gut und stabil verarbeitet sein, keine scharfen Kanten aufweisen und keinesfalls brechen.
  • Guter Tragekomfort ist bei Kindern besonders wichtig: Was drückt, rutscht oder stört, wird von Kindern auch nicht getragen.

Aktualisiert: 31.08.2016 – Autor: KGS / Überarbeitung Dagmar Reiche

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