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Erektile Dysfunktion – Symptome und Diagnose

Erektile Dysfunktion bei Männern © istockphoto, Wavebreakmedia (Symbolfoto)

Kennzeichen der erektilen Dysfunktion ist, dass der Penis gar nicht, nicht ausreichend oder nicht lang genug steif wird, sodass der Geschlechtsakt nicht oder nur unvollständig vollzogen werden kann. Allerdings ist der Übergang von einer normalen Erektionsfähigkeit zu Erektionsstörungen nicht klar definiert. Gerade mit zunehmendem Alter brauchen viele Männer ausgeprägtere und längere Reize, damit es zu einer Erektion kommt.

Erektile Dysfunktion als Symptom

Zu einer erektilen Dysfunktion wird die Situation dann, wenn der Geschlechtsakt für die Beteiligten nicht mehr befriedigend verläuft. Wichtig zu wissen ist, dass die erektile Dysfunktion erstes Zeichen einer schweren Störung wie der Zuckerkrankheit oder Arteriosklerose mit Gefahr für Herz und Hirn sein kann.

Deshalb: Auch wenn es schwer fällt, sollte bei Erektionsstörungen der Hausarzt oder ein Urologe aufgesucht werden.

Keine Scheu vor dem Arzt!

Im Erstgespräch mit dem Arzt muss der von Impotenz Betroffene oft einige Scheu überwinden – schließlich kommen dabei sehr viele private Themen, beispielsweise das Sexualleben zur Sprache. Oft hilft es, einen auf Erektionsstörungen spezialisierten Urologen aufzusuchen – dieser bietet häufig auch Fragebögen zum Ausfüllen an, was vielen Patienten leichter fällt als darüber zu sprechen. Daneben werden viele Fragen zu Gewohnheiten, anderen Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten gestellt, um Hinweise auf die Ursachen zu finden.

Diagnose Impotenz

Bei der folgenden körperlichen Untersuchung werden nicht nur die Geschlechtsorgane abgetastet (von außen, die Prostata von innen über den Enddarm), sondern zum Beispiel auch Blutdruck und Puls gemessen und das Herz abgehört. Anschließend werden Blut und Urin untersucht.

Als bildgebende Verfahren kommt der Ultraschall der Blutgefäße des Penis in Ruhe und eventuell nach Injektion eines erektionsfördernden Medikaments (Schwellkörperinjektionstest) zum Einsatz, eventuell auch genauere Gefäßdarstellungen mittels Röntgenkontrastmittel. Häufig wird mit einer einfachen Messung geprüft, ob und wie stark der Penis während des Schlafes erigiert (Tumeszenzmessung) – so lässt sich seine prinzipielle Funktionsfähigkeit messen.

Einbeziehung des Partners

Oft wird bei der Beratung und Behandlung der Lebenspartner mit einbezogen – das lindert durch die offenen Gespräche den Leistungsdruck und bessert die Versagensängste bei möglichen Erektionsstörungen.

Aktualisiert: 31.05.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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