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Erektile Dysfunktion – Therapie

Erektile Dysfunktion bei Männern © istockphoto, monkeybusinessimages (Symbolfoto)

Zur Therapie von Erektionsstörungen gibt es mehrere Möglichkeiten. Neben der Therapie ist es enorm wichtig, zugrundeliegende Krankheiten zu behandeln. Eine psychologische Beratung kann auch bei rein körperlicher Ursache der erektilen Dysfunktion unterstützend zur Behandlung und entlastend wirken.

Folgende Optionen stehen zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion zur Verfügung:

  • Medikamente zum Einnehmen
  • Medikamente vor Ort
  • mechanische Hilfsmittel
  • chirurgische Eingriffe und Implantate

Medikamente zum Einnehmen gegen Impotenz

Die folgenden Medikamente sind verschreibungspflichtig: 

  • Am häufigsten werden Phosphodiesterase-5-Hemmer eingesetzt, welche Standfestigkeit verlängern – vorausgesetzt es bestehen eine prinzipielle Erregung und Erektionsfähigkeit (und es liegt keine Herz-Kreislauf-Erkrankung vor!). Präparate sind Sildenafil (Viagra®), Tadalafil (Cialis®) und Vardenafil (Levitra®).
  • Der Wirkstoff Apomorphin (zum Beispiel Uprima®, Ixense®) ist ein Dopamin-Rezeptoragonist, der im Gehirn die natürlichen Signale, die eine Erektion auslösen, verstärkt.
  • Phentolamin (Vasomax®) ist ein nicht selektiver Alpha-Rezeptorblocker, der eine Erektion durch Wirkung auf die Penismuskulatur unterstützen kann.
  • Liegt den Errektionsstörungen ein Mangel an Testosteron zugrunde, kann dieses oder seine Vorstufe Dehydroepiandrosteron (DHEA) eingenommen, gespritzt, als Pflaster auf die Haut geklebt oder als Gel auf die Haut aufgetragen werden.

Medikamente vor Ort

Die Substanz Alprostadil wirkt direkt am Penis, indem sie entweder mit einer sehr dünnen Nadel in die Schwellkörper eingespritzt (Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie) oder als Mini-Tablette in die Harnröhre eingeführt wird. Diese Formen helfen vor allem dann bei einer Therapie, wenn die Erektionsstörungen auf Nervenschädigungen zurückzuführen sind.

Mechanische Hilfsmittel bei Erektionsstörungen

Eine Erektion kann mit Hilfe einer Vakuumpumpe erzielt und mit einem anschließend auf die Peniswurzel übergestreiften (anatomisch individuell angepassten) Penisring gehalten werden.

Chirurgische Eingriffe und Implantate

Diese Behandlungen kommen bei einer erektilen Dysfunktion nur dann zum Einsatz, wenn alle anderen Methoden versagt haben. Die Gefäßoperation im Schwellkörper hat relativ geringe Erfolgsraten, das Einsetzen eines Schwellkörperimplantates zerstört Gewebe und ist nicht mehr rückgängig zu machen.

Das Konzept einer Therapie wird vom Arzt im Gespräch mit dem Betroffenen individuell auf dessen Situation und Vorlieben angepasst und genau erklärt.

Aktualisiert: 31.05.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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