Erkältung im Sommer

Frau mit Sommer-Erkältung © istockphoto, auleena

Schnupfen und Erkältung in der warmen Jahreszeit? Quatsch, damit muss man nur im Winter rechnen, denken viele und wundern sich, wenn auf einen sonnigen Tag im Schwimmbad ein nicht enden wollendes "Hatschi" folgt. Denn: Auch in der sonnigen Jahreszeit lauern Erkältungsviren auf uns.

Sommer kann Stress für den Körper bedeuten

Starke Temperaturschwankungen, körperliche Anstrengungen in der Sommerhitze oder ein Sonnenbrand überfordern unser Immunsystem nicht selten. Risikoreich sind zum Beispiel zu lange Sonnenbäder oder die tückische Klimaanlage im Auto.

Aber auch ein zu langer Aufenthalt im kühlen Nass und feuchte Badebekleidung, die nicht gleich nach dem Schwimmen gewechselt wird, strapazieren die körpereigene Abwehr. Und ist die Abwehr erst einmal geschwächt, haben Erkältungsviren ein leichtes Spiel.

Ein Tröpfchen kann bereits krank machen

Ein Erkälteter niest oder hustet und die Menschen in der nächsten Umgebung atmen die Viren ein. Dieser Vorgang wird auch als Tröpfcheninfektion bezeichnet. Ist das Immunsystem gerade schlapp, kann das schon genügen einen Schnupfen zu bekommen.

Übrigens: Kinder können sich auch über Spielsachen oder beim Spiel mit anderen Kindern anstecken. Sie bekommen schneller und häufiger eine Erkältung, da ihr Immunsystem erst noch lernen muss, Krankheitserreger zu bekämpfen.

Endlich Sommer – und dann erkältet

Kaum kündigt sich eine Erkältung an, fühlt man sich elend und sehnt sich nach dem Bett. Kein Wunder, der Körper braucht jetzt viel Schlaf und Ruhe, um sein Immunsystem anzukurbeln. Das Immunsystem stärkt man am besten durch ausreichend Schlaf, eine vitaminreiche Ernährung und abwehrstärkenden Präparaten mit Vitamin C oder dem Extrakt aus rotem Sonnenhut.

Was hilft sonst noch gegen die Sommer-Erkältung?

Bei Schnupfen hilft ein Kräuter-Dampfbad mit Kamille, bei Halsschmerzen das Gurgeln mit Salbei. Wer an heißen Sommertagen verständlicherweise nur ungern ein Dampfbad gegen seinen Schnupfen machen will, kann auch zu Nasentropfen greifen. Mittlerweile gibt es auch Präparate die neben dem abschwellenden Wirkstoff zusätzlich pflegende Substanzen und ätherische Öle enthalten.

Ganz natürlich lässt sich dem Schnupfen entgegen wirken, wenn man zu einem Nasenspray mit natürlichem, isotonisiertem Meerwasser greift. Die darin enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente sind dem natürlichen Gehalt in der Nasenschleimhaut angepasst und deshalb besonders schonend. Die Nasenschleimhaut bleibt länger feucht und ist nicht mehr so anfällig gegen Erkältungsviren. Zudem werden bereits eingedrungene Viren wieder aus der Nase herausgespült, ohne dass sie den lästigen Schnupfen auslösen können.

Stressfrei durch den Sommer 5 Tipps für Ihr Immunsystem

Damit Sie den Sommer unbeschadet und gesund genießen können, haben wir hier fünf hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt:

  1. Lassen Sie es langsam mit dem Sonnenbaden angehen. Die Haut muss sich erst an die Strahlung gewöhnen. Länger als 15 Minuten sollte das erste Sonnenbad im Jahr nicht dauern. Nicht vergessen: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen. Sonnenbrände besonders in der Kindheit führen zu vorzeitiger Hautalterung und erhöhen das Hautkrebs-Risiko enorm. Wichtig: Sonnenschutz immer 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen. Säuglinge gehören grundsätzlich nicht in die Sonne. In der direkten Sonne eine Kopfbedeckung tragen und die Augen durch Sonnenbrille mit UV-Filter schützen.
  2. In der Sommerhitze braucht der Körper ausreichend Flüssigkeit, da er durch das Schwitzen viel Wasser verliert. Deshalb: Mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit trinken, aber eiskalte Getränke meiden.
  3. Klimaanlagen nicht zu hoch oder unnötig laufen lassen. Zugluft meiden und feucht geschwitzte Kleidung immer gleich wechseln.
  4. Nicht zu lange in kaltem Wasser aufhalten. Der Körper kühlt trotz der Bewegung hier schnell aus. Darum sollte schon beim ersten Frösteln eine Pause eingelegt werden.
  5. Trocknen Sie sich nach dem Bad gut ab und wechseln Sie die feuchte gegen trockene Kleidung. Kalte Füße vermeiden und die Haare gut abtrocknen, so kann einer Unterkühlung des Körpers wirksam vorgebeugt werden.

Aktualisiert: 02.07.2018 – Autor: Dr. Kaske

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