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Blutzucker-Selbstkontrolle: Handhabung & Co.

Blutzucker messen bei Diabetes © TesaPhotography

Diagnose Diabetes - sechs bis sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Eine Heilung dieser chronischen Stoffwechselkrankheit ist zur Zeit leider noch nicht in Sicht. Doch können Diabetiker durch eine regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle und die Erstellung eines Tagesprofils die Möglichkeiten der modernen Diabetestherapie sinnvoll nutzen und mithelfen, ihre Krankheit in den Griff zu bekommen.

Blutzuckermessgeräte - Technik mit Sinn

Viele Zuckerkranke haben zu Beginn Angst vor den Messungen und den damit verbundenen "technischen" Problemen. Andere fürchten den notwendigen Einstich, mit dem sie sich selbst ja Schmerzen zufügen müssen.

Diese Befürchtungen sind in der heutigen Zeit jedoch meist unbegründet. Der Stand der Technik und die Qualität der Geräte sind mittlerweile so fortgeschritten, dass sowohl besonders schmerzarme Stechhilfen als auch leicht zu handhabende Blutzuckermessgeräte zur Verfügung stehen.

Diabetiker können, da die Geräte der neueren Generation kleiner, schneller und leistungsfähiger geworden sind und die Bedienung der meisten Geräte auf wenige Handgriffe vereinfacht wurden, ihr Blutzuckermessgerät nach ihren speziellen individuellen Bedürfnissen auswählen.

Gute Beratung ist wichtig

Generell ist es wichtig, dass sich der Patient bei der Auswahl eines Gerätes gut beraten lässt. Denn er sollte sich mit seinem Messgerät genau vertraut machen. Die Mehrzahl der bei der Blutzuckerselbstkontrolle auftretenden Messungenauigkeiten sind nämlich auf Bedienungsfehler zurückzuführen. Hinsichtlich anderer möglicher Störfaktoren sollte man sich ebenfalls genauestens informieren.

Handhabung von Blutzuckermessgeräten

Blutzuckermessgeräte weisen beachtliche Unterschiede in der Handhabung auf und sind auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten. Manche Geräte führen den Patienten mit einem gut gestalteten Faltblatt sowie mit Symbolen, die auf dem Display erscheinen, durch die Messung, bei anderen muss erst eine umfangreiche Gebrauchsanweisung gelesen werden.

Bei den meisten Geräten ist bei Anbruch einer Teststreifen- oder Sensorelektrodenpackung einmalig jeweils eine Kalibrierung des Gerätes mittels Codeeingabe oder Codierungsstreifen nötig. Da die Empfindlichkeit der Teststreifen variiert, müssen diese Geräte also vor Anbruch jeder Teststreifenpackung auf die jeweilige Teststreifencharge kalibriert werden.

Das Vermessen erfolgt dann bei einem Teil der auf dem Markt befindlichen Geräte nach der photometrischen, das heißt einer auf Lichtmessung basierenden Bestimmungsmethode. Ein anderer Teil der Geräte arbeitet mit der Sensortechnologie.

Blutentnahme zur Kontrolle des Blutzuckers

Zur Selbstkontrolle des Blutzuckers ist zumeist die Entnahme einer geringen Menge Blutes erforderlich. Welche Blutmenge ein Blutzuckermessgerät zur Messung benötigt, variiert von Gerät zu Gerät, ebenso die Handhabung.

Bei einem Teil der Geräte muss beispielsweise ein Blutstropfen auf einen Teststreifen aufgebracht werden. Bei anderen Geräten hingegen wird der Blutstropfen einfach an die Messöffnung eines Sensors gehalten und durch eine Kapillare wird dann eine winzige, fest definierte Blutmenge selbstständig in die Kammer des Messgerätes eingesaugt.

Messzeiten beachten

Unterschiedlich wie die Geräte sind auch die Messzeiten, die zur Bestimmung des Blutzuckerwertes jeweils erforderlich sind. Hinsichtlich des Messbereichs gibt es ebenfalls Variationen. Bei manchen Geräten wird die Messung per Knopfdruck gestartet, bei manchen ohne. Einige Geräte kommen ganz ohne Tasten aus.

Die meisten Blutzuckermessgeräte sind mit einem großen Anzeigefenster für gutes Erkennen ausgestattet. Dies ist besonders für Diabetiker mit Sehproblemen günstig. Wie viele Messwerte gespeichert werden können, ob sie auch Datum und Uhrzeit speichern und ob die Geräte EDV-kompatibel sind, hängt vom jeweiligen Gerätetyp ab.

Größe, Gewicht und Design

Die Geräte sind unterschiedlich schwer. Sie variieren aber nicht nur hinsichtlich des Gewichts, sondern auch in der Größe zwischen Pen-, Scheckkarten- oder Zigarettenschachtelformat. Das Design ist zeitgemäß und reicht von Geräten in Eiform über Kugelschreiber- bis hin zum Handyformat.

Set ist nicht gleich Set

Da neben dem reinen Blutzuckermessgerät meist Stechhilfen, Teststreifen, eine Kontrolllösung und Lanzetten benötigt werden, befinden sich unterschiedliche Sets auf dem Markt. Die Ausstattung der Sets weicht voneinander ab. Unter anderem unterscheiden sie sich durch die Anzahl der Teststreifen und Lanzetten, der Art der Stechhilfe und dem Platz im Etui.

Aktualisiert: 19.08.2016

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